Corona-Pandemie und Chip-Krise dürften die Autowelt auch im kommenden Jahr in Atem halten. Zahlreiche interessante Modellneuheiten könnten aber zumindest für gute Stimmung sorgen.
Der Genesis GV60 hat die gleiche Basis wie der Hyundai Ioniq 5 und der Kia EV6.
(Bild: Genesis)
Viele SUVs und noch mehr Elektroautos: Auch das Autojahr 2022 steht im Zeichen der bekannten Megatrends. Ein paar „ganz normale“ Pkw sind aber auch wieder dabei. Eine Übersicht der wichtigsten Marken.
Aiways
Zwei Jahre nach dem Deutschland-Start mit dem Elektro-SUV U5 bringt der chinesische Hersteller das Coupé-Schwestermodell U6 auf die Straße. Den Antrieb übernimmt ein 190-PS-starker E-Motor mit einer 63 kWh großen Batterie, die eine WLTP-Reichweite von rund 400 Kilometer bietet.
Neben dem modernen Karosseriedesign und dem hochdigitalisierten Innenraum zählt das Vertriebsmodell zu den Besonderheiten der Marke: Statt im klassischen Autohaus werden die Fahrzeuge über Elektronik-Einzelhändler der Euronics-Gruppe vertrieben, den Service übernimmt die Werkstattkette A.T.U.
Alfa Romeo
Mit dem Tonale stellt die Stellantis-Tochter ihrem Power-SUV Stelvio einen kompakten Bruder an die Seite. Punkten soll auch dieser mit italienischem Design und dezidiert sportlichem Charakter. Dazu wird die vom Jeep Compass übernommene technische Basis Richtung Dynamik gebügelt. Dafür, dass diese nicht in zu hohen Verbrauch umschlägt, soll unter anderem ein Plug-in-Hybridantrieb sorgen. Der Marktstart ist bereits mehrfach verschoben worden, im Frühsommer dürfte es aber so weit sein.
Die Ingolstädter rollen mit dem Q6 E-Tron gegen Ende des Jahres bereits ihre dritte Elektro-SUV-Baureihe auf die Straße. Der Mittelklasse-Crossover passt sich in die Lücke zwischen dem kompakten Q4 E-Tron sowie dem großen E-Tron ein und setzt als erstes Modell der Marke auf der gemeinsam mit Porsche entwickelten E-Auto-Plattform PPE auf. Starke Motoren und 800-Volt-Technik inklusive.
Ohne E-Antrieb muss der Audi A3 Allroad auskommen. Der im Offroad-Stil gehaltene Ableger des kompakten Fünftürers setzt technisch ab dem Herbst weitgehend auf Bekanntes aus dem Golf-Regal.
Dynamischer, stärker und digital hoch gerüstet geht der BMW 2er Active Tourer Anfang des Jahres in die zweite Generation. Der Kompakt-Van entwickelt sich optisch stärker Richtung Crossover und kommt Anfang 2022 zunächst als Benziner und Diesel, im Sommer wird ein Plug-in-Hybrid nachgereicht. Die Preise starten bei 37.200 Euro.
Zu den engen technischen Verwandten des Vans zählt das Kompakt-SUV X1, das im Herbst in neuer Generation erwartet wird. Am anderen Ende der SUV-Palette startet Ende des Jahres außerdem ein Oberklasse-SUV mit M-Genen und Plug-in-Hybrid-Antrieb, das bereits im laufenden Jahr in Form der Studie XM avisiert wurde. Aber auch im klassischen Pkw-Bereich gibt es Neues, wenn gegen Ende des Jahres das Flaggschiff der 7er-Reihe in die nächste Generation geht. Erstmals wird es dann auch eine elektrische Variante namens i7 geben.
Citroën
Nach fünf Jahren Pause kehrt Citroën zum Jahreswechsel mit dem C5 X in die Mittelklasse zurück. Der Nachfolger des C5-Kombis setzt auf modische Crossover-Optik, bleibt im Kern und bei den Proportionen aber eher dem Vorgänger verhaftet. Profilieren will sich das neue Flaggschiff der Marke unter anderem durch das „Advanced Cofort“-Fahrwerk mit hydraulischen Stoßdämpfer-Anschlägen, das für ein komfortables Fahrverhalten sorgen soll. Statt Diesel gibt es Plug-in-Hybride mit bis zu 165 kW/225 PS.
Cupra
Für Viele ist er der schönere ID 3: Zum Jahresstart darf auch Seat-Ableger Cupra sein erstes E-Mobil aus dem Konzernbaukasten auf die Straße bringen. Der Born ist technisch weitgehend identisch zu dem Norddeutschen, ist aber dynamischer gezeichnet und knackiger abgestimmt. Bis zu 170 kW/231 PS Leistung und 540 Kilometer Reichweite sind möglich.
Dacia
Die Rumänen lösen ihren eher prosaischen Familien-Van Lodgy durch den mit Crossover-Elementen aufgewerteten Jogger ab. Auch der Neue bietet für kleines Geld (ab 14.000 Euro) Platz für bis zu sieben Insassen, verpackt diesen aber deutlich gefälliger als zuletzt. Neben Benzinern und Autogasmotoren wird es für den Antrieb erstmals einen Vollhybriden geben, allerdings wohl erst 2023.
Fiat
Die neue Konzernzugehörigkeit macht es möglich: Fiat bringt Ende 2021 das Familienauto Ulysse zurück; allerdings nicht als klassischen Van, sondern als Kleinbus. Die Basis teilt er sich mit Peugeot Traveller, Opel Vivaro und Co., den neuen Stellantis-Geschwistern, die wohl auch ihren optionalen E-Antrieb beisteuern. Auch eine Nutzfahrzeug-Variante namens Scudo wird es geben.
Ford
Für Ford steht 2022 im Zeichen der Nutzfahrzeug-Kooperation mit VW. Mitte des Jahres übernehmen die Kölner von den Wolfsburgern zunächst den Hochdachkombi Caddy und bieten ihn optisch leicht modifiziert als Tourneo Connect an. Kurze Zeit später geht es andersherum: Ford bringt dann die neue Generation des Pick-ups Ranger auf den Markt, die wiederum VW als Basis für den neuen Amarok nutzen darf. Optisch orientiert sich der Pritschenwagen stärker als zuvor am US-Modell F-150, neu ist zudem ein V6-Diesel für anspruchsvolle Nicht-Gewerbe-Kunden.
Stand: 08.12.2025
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