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Interview Dieter Zetsche: „Klar die Nummer eins“

| Autor / Redakteur: Jens Meiners / Claus-Peter Köth

Daimler-CEO Dieter Zetsche über autonomes Fahren, Leichtbau, Elektromobilität, Brennstoffzelle sowie die künftige Zusammenarbeit mit Aston Martin, BYD, Renault-Nissan und Tesla.

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„Ich bin überzeugt, dass die Elektromobilität die Technik der Zukunft ist.“ Dieter Zetsche
„Ich bin überzeugt, dass die Elektromobilität die Technik der Zukunft ist.“ Dieter Zetsche
(Foto: Daimler)

Wir haben heute bereits das teilautonome Fahren im Stop-&-Go-Verkehr in Serie. In nächsten Schritten werden wir stufenweise auch bei höheren Geschwindigkeiten teilautonom fahren können, bevor dann auch Überholvorgänge und hochautonomes Fahren auf der Autobahn möglich sein werden. Unabhängig davon wird es beim Parken schneller gehen, bis hin zum Einparken, ohne dass jemand im Fahrzeug sitzt. Ein Fahrzeug wie der F015 ist eher für das nächste Jahrzehnt gedacht.

Was unternimmt die Industrie, um die Rahmenbedingungen für autonomes Fahren zu erarbeiten?

Was die Gesetzeslage betrifft, war ich positiv überrascht, dass sich die Wiener Konvention so schnell weiterentwickelt hat und autonomes Fahren im Grundsatz ermöglicht – allerdings unter Überwachung durch den Fahrer. Jetzt geht es darum, dass diese Bedingungen auch in die nationalen Gesetzgebungen aufgenommen werden. Ich stehe diesen Regulierungen nicht kritisch gegenüber, denn wir müssen gemeinsam lernen, was zu welchem Zeitpunkt Sinn macht und was nicht. Wir sind dazu im Gespräch in Deutschland, Brüssel und in den USA. Und heute sind wir mit Opel und Audi die einzigen, die bereits in den USA testen können. Im Grundsatz gilt: Wir haben nicht den Stein der Weisen und geben nicht vor, wie die Regularien grundsätzlich aussehen sollen, sondern wir wollen sie gemeinsam mit dem Gesetzgeber und anderen Partnern über die Zeit hinweg entwickeln.