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Bilanz Dr. Schneider Unternehmensgruppe steigert Umsatz

| Redakteur: Michael Ziegler

Die Dr. Schneider Unternehmensgruppe aus Kronach-Neuses konnte 2013 den Umsatz um 15 Prozent steigern. Außerdem kamen zwei neue Standorte in den USA und China hinzu.

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Insgesamt arbeiten mehr als 150 Mitarbeiter im Bereich F & E der Dr. Schneider Unternehmensgruppe.
Insgesamt arbeiten mehr als 150 Mitarbeiter im Bereich F & E der Dr. Schneider Unternehmensgruppe.
(Foto: Dr. Schneider Unternehmensgruppe)

„Wir haben unseren Umsatz im vergangenen Jahr um gut 15 Prozent auf 386 Millionen Euro gesteigert“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Günter Murmann, beim Jahrespressegespräch der Gruppe. Dabei profitierte der Automobilzulieferer von der weiterhin großen Nachfrage nach Autos weltweit. Die Basis des Geschäfts sind vor allem technisch anspruchsvolle Produkte, die bei Premium-Herstellern gefragt sind. Entsprechend positiv ist das Ziel des Unternehmens für die kommenden Jahre. Wilhelm Wirth, in der Geschäftsführung der Gruppe für die Finanzen zuständig: „Wir planen bis 2018 eine jährliche Umsatzsteigerung gemäß der Marktentwicklung unserer Kunden um fünf Prozent.“

Ausströmer in der Armaturentafel sind eines der Kernprodukte der Dr. Schneider Unternehmensgruppe. In diesem Produktsegment gehört sie seit vielen Jahren zu den Welt-Marktführern der Branche. Doch neben den Komponenten rund um die Belüftungssysteme hat das mittelständische Unternehmen mit weltweit rund 2.900 Mitarbeitern längst weitere Kompetenzfelder erschlossen. Auch bei Fensterrahmenverkleidungen ist die Unternehmensgruppe, die heute in fünf Ländern der Welt in eigenen Werken produziert, unter den führenden Anbietern. Außerdem werden Cupholder, Handschuhfächer, Verkleidungsteile für Sitze und alle Säulen oder Lautsprechergrills hergestellt. „Je anspruchsvoller das Produkt in der Entwicklung und Herstellung ist, desto stärker sind wir mit unseren Angeboten vertreten“, erklärte Günter Murmann. „Wir sind ein Spezialist für anspruchsvolle Technologien und hochwertige Lackieroberflächen.“

Fokus auf F & E

Entsprechend intensiv setzt Dr. Schneider auf die Entwicklungsarbeit. Insgesamt arbeiten mehr als 150 Mitarbeiter im Bereich F & E, der sich den Entwicklungsaufgaben für die Eigenfertigungen inklusive des Prototypen- und Musterbaus und der kundenunabhängigen Vorentwicklung widmet. Zum anderen investiert das Unternehmen mit sieben Produktionsstandorten stetig in den Maschinenpark und neue Produktionstechniken. Nachdem der 4-Komponenten-Spritzguss im deutschen Werk in Judenbach (Thüringen) etabliert ist und der erste Artikel in Serie produziert wird, wird am neuen Standort Russell Springs (USA/Kentucky) die 2-K-Technologie ausgebaut und in China 2-K eingeführt. „So sind wir in der Lage, auch technisch anspruchsvollere Teile direkt vor Ort für den regionalen Markt zu produzieren“, ergänzte Murmann.

Die Investitionen bewegen sich bei Dr. Schneider seit einigen Jahren in einer Größenordnung zwischen 25 und 30 Millionen Euro (2013: 28,1 Millionen Euro). Parallel zu den Aufwendungen in die Produktionskapazitäten und Technik wird in Mitarbeiter investiert – sowohl in Deutschland als auch an den internationalen Standorten. „Wir haben ein intensives Zusammenspiel der deutschen Werke mit allen Auslandsstandorten und sichern unter anderem so unsere Arbeitsplätze hier an unserem Stammsitz“, erläuterte Wilhelm Wirth. Ein Blick in die Zahlen zeigt: Die Unternehmensgruppe erwirtschaftet mehr als die Hälfte des Umsatzes in Deutschland, weitere 33 Prozent in Europa und elf Prozent in USA und China. Die Zusammenarbeit der Standorte fördern auch die Gesellschafterinnen, Annette Schneider und Sylvia Schmidt. „In den Regionen, in denen wir vertreten sind, übernehmen wir die gleiche unternehmerische Verantwortung wie zuhause. Als Familienunternehmen legen wir sehr viel Wert darauf, unseren Mitarbeitern – unabhängig vom Standort – Sicherheit und Wertschätzung entgegenzubringen.“

Ausblick 2018

„Wir haben uns für den Planungszeitraum bis 2018 ein moderates Wachstum vorgenommen“, gab Günter Murmann die Devise für die nächsten Jahre aus. In diese Prognose sind die Vorbereitungen für die Neuanläufe in diesem und im kommenden Jahr eingearbeitet, die das Unternehmen mit überproportionalen Aufwendungen belasten werden. Zum Bilanzstichtag beschäftigte das Unternehmen 123 Auszubildende in 15 Ausbildungsberufen, 85 Prozent von ihnen sollen später übernommen werden – dazu kommen außerdem noch Werksstudenten.

Zum anderen gilt es für die Gruppe auch die Risiken des Wachstums im Blick zu behalten. So ist für die Entwicklung und Produktionsvorbereitung neuer Aufträge ein immenser Vorfinanzierungsbedarf notwendig. Wilhelm Wirth: „Wir bewältigen diese Herausforderung unter anderem durch innovatives Working-Capital-Management und mit einer gesunden Eigenkapitalquote. Gemeinsam führt dies zu einer soliden Finanzierungsstruktur.“

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