Interview Dr. Wolfgang Ziebart: „Wir bringen Aluminium in ein neues Segment“

Redakteur: Claus-Peter Köth

Dr. Wolfgang Ziebart war bis Ende März Vorstand Technik von Jaguar Land Rover. Auf dem Autosalon in Genf sprachen wir mit ihm über Maßnahmen zur Erreichung des individuellen CO2-Grenzwerts sowie den Stellenwert von Leichtbau und Konnektivität für das Unternehmen.

Dr. Wolfgang Ziebart war bis Ende März Vorstand Technik von Jaguar Land Rover.
Dr. Wolfgang Ziebart war bis Ende März Vorstand Technik von Jaguar Land Rover.
(Foto: Automobil Industrie)

Herr Dr. Ziebart, in diesem Jahr wird Jaguar Land Rover (JLR) einer aktuellen Studie zufolge noch bei einem CO2-Flottenausstoß von 174,2 g/km liegen. Mit welchen Maßnahmen will JLR seinen individuellen CO2-Zielwert von 132,0 g/km im Jahr 2021 erreichen?

Wir haben unseren CO2-Ausstoß seit 2007 um 25 Prozent gesenkt, was deutlich mehr ist als der Industriedurchschnitt von 19 Prozent. Es ist richtig, dass Jaguar Land Rover im Moment unter eine Ausnahmeregelung beim CO2-Ausstoß fällt, weil wir in Europa weniger als 300.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen. Aber das ist nicht der Maßstab für unsere Ziele. Wir werden den CO2-Ausstoß sukzessiv weiter reduzieren und konzentrieren uns im Wesentlichen auf zwei Bereiche: die Optimierung der bestehenden Fahrzeuge sowie deren Motoren beziehungsweise Antriebskonzepte.

Ergänzendes zum Thema
Zur Person Dr. Wolfgang Ziebart

Dr. Wolfgang Ziebart, 65, war nach einem Maschinenbau-Studium und Promotion an der TU München zunächst bei BMW in der Fahrzeugvorentwicklung tätig. Ab 1993 verantwortete er die Entwicklung der 3er-Baureihe. 1999 wurde er Vorstand Entwicklung, verließ BMW jedoch ein Jahr später im Zusammenhang mit dem Rover-Verkauf. Ziebart wechselte zu Continental, wo er bis zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden aufstieg.