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DS3 Crossback: Eine neue Ästhetik

| Autor/ Redakteur: Jens Meiners/GTSpirit / Jens Scheiner

Die junge Premiummarke DS steigt mit dem DS3 Crossback jetzt in das Crossover-Segment ein. Dabei setzten die Franzosen auf außergewöhnliches Design sowie einen Antriebsmix aus Diesel, Otto und Elektro.

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Die junge Edelmarke DS des französischen PSA-Konzerns baut ihre Modellpalette um und zeigt mit dem DS Crossback ein Crossover-SUV.
Die junge Edelmarke DS des französischen PSA-Konzerns baut ihre Modellpalette um und zeigt mit dem DS Crossback ein Crossover-SUV.
(Bild: DS Automobiles)

Man mag von Crossover-Modellen halten, was man will: Die Familienautos im Flecktarn sind gekommen, um zu bleiben. Das autofahrende Volk hat sie ins Herz geschlossen wie seine Timberland-Stiefel, Jack-Wolfskin-Funktionsjacken und Baseballkappen. Auf dieser stilistischen Klaviatur spielen inzwischen fast alle Hersteller.

Da ist es zu begrüßen, wenn frischer Wind durchs Segment weht. Und der kommt aus dem Westen, nämlich von der jungen Premiummarke DS, die sich erst vor wenigen Jahren von Citroën abgespalten hat.

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In alle Richtungen gewachsen

Der DS3 Crossback fungiert als eine Art Nachfolger des DS3, positioniert sich aber etwas anders: Während der DS3 – mit reduziertem Motorenprogramm nach wie vor zu kaufen – ein echter Mini-Konkurrent war, wächst der 412 cm lange DS3 Crossback in alle Richtungen und ist zudem ein Fünftürer. Das höhergelegte Fahrwerk und unlackierte Kunststoffelemente sind unvermeidliche Ingredienzien im Crossover-Segment.

Dafür verbleibt die Haifischflosse an der Wurzel der B-Säule als Reminiszenz an den DS3, genau wie die zweifarbige Außenhaut. Die Matrix-LED-Scheinwerfer, bündige und elektrisch ausfahrende Türgriffe sowie die dreidimensionalen Rückleuchten wirken präzise und hochwertig.

Ungewöhnliches, kreatives Design

Das Interieur gehört zu den ungewöhnlichsten und interessantesten Entwürfen, die es in die Serie geschafft haben: Hier dominiert das DS-typische, von der Louvre-Pyramide inspirierte Dreiecksmotiv. Es ist geschickt und modern umgesetzt. Die verarbeiteten Stoffe, Metalle und Lederqualitäten erreichen beinahe Oberklasseniveau. Für das helle Lederlenkrad sollen die Designer regelrecht gekämpft haben.

Die verschiedenen Ausstattungsniveaus heißen Monmartre, Bastille, Rivoli und Opera; hinzu kommt eine Performance Line und zum Marktstart die Sonderedition La Prèmiere. Die Elektrovariante trägt die Bezeichnung E-Tense: Für sie gibt es eine Sonderfarbe und optional einen weißlackierten Kühlergrill.

Diesel, Otto, Steckdose

Die CMP-Fahrzeugarchitektur ist für konventionelle wie für elektrische Antriebe ausgelegt, und DS hat es sich bei der neuen Baureihe nicht nehmen lassen, dem klassischen Diesel- und Ottomotor eine vollelektrische Alternative zur Seite zu stellen. Alle Varianten sind frontgetrieben. Neben den zwei Dieselmotoren mit 100 und 130 PS (in Deutschland nur 130 PS) und drei Ottomotoren mit 100, 130 oder 155 PS gibt es einen von Continental zugelieferten 136-PS-Elektroantrieb, der den DS3 Crossback in 8,7 Sekunden auf 100 km/h und weiter auf maximal 150 km/h treibt.

Dabei handelt es übrigens nicht nur um eine kurzzeitig erreichbare Höchstgeschwindigkeit, sondern um eine zuverlässige Dauergeschwindigkeit. Das ist nicht bei allen Elektroautos so.

Wer Zugang zu einer 100-kW-Ladestation hat, kann den Lithium-Ionen-Akku in 30 Minuten auf 80 Prozent hochladen. An einer häuslichen Ladestation ist der Akku in fünf Stunden komplett aufgeladen. Das reicht im WLTP-Zyklus für über 300 Kilometer Reichweite.

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Elektrisch wird es teuer

DS hatte überlegt, den E-Tense auch mit einer kleineren Batterie anzubieten, um die Kosten niedriger zu halten. Letztlich hat sich der Hersteller entschieden, das Modell mit großen Akkus einzuführen, um das Image des Elektroantriebs zu verbessern; eine günstigere Version mit weniger Reichweite könne aber jederzeit nachgereicht werden.

Der Vertrieb des DS-Modelle läuft nicht mehr über das Citroën-Händlernetz, sondern über eigenständige DS-Stores bzw. DS-Salons. Die konventionell angetriebenen Modelle kommen im April 2019 auf den Markt, der Einstiegsbenziner wird rund 25.000 Euro kosten. Für die im Herbst 2019 kommende Elektrovariante müssen allerdings knapp 40.000 Euro den Besitzer wechseln. Man darf von 10 bis maximal 20 Prozent Elektroanteil ausgehen.

Dieser Artikel ist entstanden in Kooperation mit GTspirit.de

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