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Interview mit Thomas Ulbrich

E-Auto-Produktion: „Das gibt es so in Europa noch nicht“

| Autor: Thomas Günnel

Volkswagen baut sein Werk in Zwickau/Mosel um: Als erstes im Konzern wird es in hohen Stückzahlen ausschließlich Elektrofahrzeuge herstellen – ein starkes Zeichen für die E-Mobilität. Im Gespräch erläutert Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität bei Volkswagen und Geschäftsführer von Volkswagen Sachsen, die Hintergründe.

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Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität bei Volkswagen und Geschäftsführer Volkswagen Sachsen: „Wir wollen dem Elektroauto weltweit zum Durchbruch verhelfen.“
Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität bei Volkswagen und Geschäftsführer Volkswagen Sachsen: „Wir wollen dem Elektroauto weltweit zum Durchbruch verhelfen.“
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen steht seit jeher dafür, Fortschritt und Innovationen für viele erreichbar zu machen. Das streben wir jetzt auch für die Welt der Elektromobilität an: Wir wollen das Elektroauto für möglichst viele Menschen attraktiv machen und ihm weltweit zum Durchbruch verhelfen. Wir sprechen also nicht über Nischenmodelle, sondern über Bestseller mit großen Volumina – und die produziert man am besten in einem reinen E-Auto-Werk. In Zwickau haben wir 7.700 kompetente und engagierte Mitarbeiter mit viel Erfahrung im Autobau.

Was bedeutet der Umbau für die (sächsischen) Zulieferer? Haben sich diese entsprechend auf die Elektromobilität eingestellt, um weiter mit Ihnen zusammenzuarbeiten? Wie stark beziehen Sie die Zulieferer in diese „Transformation E“ ein?

Wir stellen das Werk nicht von heute auf morgen um. Die Entscheidung für den Umbau haben wir bereits 2017 getroffen. Der erste „ID.“ wird Ende 2019 vom Band laufen. Und ab 2021 wird Zwickau dann ein reiner E-Standort sein. Unsere Zulieferer haben also Vorlaufzeit und Planungssicherheit, sie kennen den Zeitplan und können sich genauso wie wir auf das neue E-Zeitalter vorbereiten. Natürlich bringt die Transformation für einige Zulieferer auch veränderte Aufgaben, weil alte Komponenten schrittweise entfallen und neue E-Komponenten benötigt werden. Das birgt aber auch Chancen: Rund um das Zwickauer Werk entstehen derzeit vier neue Standorte von Zulieferern. Wichtig ist: Wir gehen die Transformation im Dialog mit unseren Partnern an.