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Volkswagen E-Bugster – Beetle unter Strom

| Redakteur: Thomas Günnel

Volkswagen zeigt als Asien-Premiere auf der Auto China 2012 in Peking einen Beetle mit reinem Elektroantrieb – den so genannten E-Bugster.

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85 kW stark und bis zu 180 Kilometer Reichweite: Der E-Bugster basiert auf dem Beetle und funktioniert rein elektrisch.
85 kW stark und bis zu 180 Kilometer Reichweite: Der E-Bugster basiert auf dem Beetle und funktioniert rein elektrisch.
( Volkswagen)

Der E-Bugster ist ein sehr dynamischer aussehender Beetle. Er ist knapp 1.400 mm hoch und damit rund 90 Millimeter niedriger als der permanent geschlossene Beetle. Die Breite wuchs um 30 mm auf 1.838 mm, die Länge blieb identisch bei 4.278 mm. Der zweisitziger Beetle-Speedster verfügt über 85 kW und soll 10,8 Sekunden 100 km/h schnell sein. Für den Vortrieb sorgt ein Elektromotor. Dieser wiegt 80 Kilogramm und sitzt an der Vorderachse.

Als Stromspeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie, deren Module sich hinter den Vordersitzen befinden. Ihr Energiegehalt von 28,3 kWh ermöglicht laut Volkswagen eine Reichweite von mindestens 180 Kilometern. Mittels Schnellladefunktion lässt sich die Batterie an entsprechenden Ladestationen binnen 35 Minuten laden – im eigenen Haus auch an der konventionellen Steckdose.

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Der Anschluss für das Ladekabel befindet sich im Bereich der C-Säule unter der normalen Tankklappe. Das neue so genannte Combined Charging Systems ermöglicht es, über nur eine Schnittstelle flexibel unterschiedliche Aufladetechniken zu nutzen. Möglich sind dabei das einphasige Laden mit Wechselstrom und das schnelle Gleichstromladen an Stromtankstellen (Quick Charge). Diese Vereinheitlichung geht über den eigentlichen Stecker hinaus: Im Combined Charging System sind die Ladesteuerung und die elektrische Architektur ebenfalls für alle Ladearten implementiert. Im Hinblick auf internationale Elektromobilität sicherlich ein Novum.

Infotainment und Entertainment

Wie viel Energie der Fahrer des E-Bugster mit dem Strompedal abruft, erkennt er über eine Leistungsanzeige. Darüber hinaus gibt es eine Reichweitenanzeige sowie ein Display mit dem Ladestatus der Batterie. Neu an Bord des Beetle ist zudem ein Instrument, über das der Fahrer die Rekuperationsintensität ablesen kann. Zum besonderen Erlebnis wird das Starten des E-Bugster. Hintergrund: Der Start-Stopp-Knopf setzt nicht nur den Wagen, sondern auch eine Lichtinszenierung in Gang, die das Interieur zunächst in ein weißes, dann in ein blaues Licht taucht. Von einem Impuls im Kombiinstrument ausgehend, öffnet sich dabei ein Lichtvorhang und eine nur einen Millimeter dünne Lichtlinie in den Türbrüstungen und rund um die Luftausströmer – eine Art optisches Erwachen des E-Bugster.

Bereits im Januar 2005 präsentierte Volkswagen in Detroit einen New Beetle als Speedster mit flachem Ragtop (Faltschiebedach) – den Ragster. Damals war es eine Design-Vision für den Beetle von morgen. Der Name „E-Bugster“ ist übrigens eine Kombination aus der Zusatzbezeichnung „E“ für Elektromodelle, dem amerikanischen Beetle-Spitznamen „Bug“ und dem Gattungsbegriff „Speedster“ für offene Zweisitzer.

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