Wirtschaft

E-Mobilität: VW kooperiert mit Lidl und Kaufland

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Sven Prawitz

An 60 Lidl- und 10 Kaufland-Filialen werden insgesamt 140 Ladepunkte entstehen.
An 60 Lidl- und 10 Kaufland-Filialen werden insgesamt 140 Ladepunkte entstehen. (Bild: Volkswagen)

Kurz vor dem Start des elektrischen Carsharing-Dienstes Weshare in Berlin hat Volkswagen einen Partner gefunden. Der Autohersteller arbeitet in der Hauptstadt künftig mit Lidl und Kaufland zusammen. Für VW sind Supermärkte „die Tankstellen der Zukunft“.

Am 27. Juni startet Volkswagen mit seinem elektrischen Carsharing-Dienst Weshare mit 1.500 E-Golfs in Berlin. Nun hat der Autohersteller im Vorfeld einen Partner gefunden. Wie die Wolfsburger am Mittwoch (19. Juni) mitteilten, arbeiten sie künftig mit der Schwarz-Gruppe, die für ihre Lebensmittelketten Lidl und Kaufland bekannt ist, zusammen.

Ladeinfrastruktur wächst um 20 Prozent

Der Deal dreht sich dabei um Ladeinfrastruktur für Elektroautos. An 60 Lidl- und zehn Kaufland-Filialen im Berliner Raum will die Schwarz-Gruppe bis Februar 2020 insgesamt 140 Ladepunkte errichten. Sie sollen während der Öffnungszeiten der Läden für alle E-Auto-Fahrer zugänglich sein. Zwischen 23 und 6:30 Uhr hat Volkswagen dann das exklusive Recht, die Ladesäulen für das „Nachtanken“ seiner Weshare-Flotte zu nutzen. Nach VW-Angaben wächst die öffentliche Ladeinfrastruktur in Berlin durch das Projekt um fast 20 Prozent. Volkswagens Digital-Vorstand Christian Senger bezeichnete Supermärkte als „die Tankstellen der Zukunft“. Die Möglichkeit, während des Einkaufs zu laden, sei eine ideale Lösung. Lidl wolle mit der Investition „einen sinnvollen Beitrag zur Mobilitätswende in Deutschland“ leisten, erklärte Wolf Tiedemann von Lidl Deutschland. Bei den Ladesäulen soll es sich überwiegend um Schnelllader mit 50 Kilowatt elektrischer Leistung handeln. Zwei Autos werden daran gleichzeitig Strom beziehen können, eines an einem Schnell- und eines an einem Normalladepunkt.

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