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EDL-Circle 2018: Zukunftsdenker und neue Spieler

| Autor: Svenja Gelowicz

Zum zweiten Mal hat die Veranstaltung für Entwicklungsdienstleister, der EDL-Circle, in Würzburg stattgefunden. Über neue Technologien sprach der VW-Zukunftsforscher Wolfgang Müller-Pietralla in einer Keynote.

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Den Auftakt des diesjährigen EDL-Circles machte eine Keynote des VW-Zukunftsforschers Wolfgang Müller-Pietralla.
Den Auftakt des diesjährigen EDL-Circles machte eine Keynote des VW-Zukunftsforschers Wolfgang Müller-Pietralla.
(Bild: Stefan Bausewein)

Am Mittwoch (5. Dezember) fand zum zweiten Mal der „EDL-Circle“ der Fachzeitung »Automobil Industrie« in Würzburg statt. Der EDL-Circle ist das Forum für die Engineering-Dienstleister-Branche. Neben den Herausforderungen des Tagesgeschäfts thematisiert es die strategischen Herausforderungen und setzt auf den Erfahrungsaustausch von EDL-Managern auf Augenhöhe.

Den Auftakt machte eine Keynote des Zukunftsforschers Wolfgang Müller-Pietralla. Künftige Trends der Mobilität wie automatisiertes Fahren oder die Elektrifizierung des Antriebsstrangs scheinen gerade „unglaublich schnell“ voranzugehen. Nichts entwickelt sich schnell, sagt der VW-Zukunftsdenker. Man habe stattdessen zu lange versäumt, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Vor allem wurde versäumt, eine eigene Zukunft zu beschreiben, sagte Müller-Pietralla.

Zukunft spielt sich, glaubt man dem Zukunftsforscher, in den nächsten Jahren in Netzwerken ab. Nur Start-ups kaufen oder Labore gründen reiche nicht aus. Der richtige Zeitpunkt, um mit Innovationen auf den Markt zu treten, ist ebenfalls Thema auf der Veranstaltung. VW hat jetzt den Schalter umgelegt, nimmt Müller-Pietralla auch auf die aktuellen Schlagzeilen rund um die Zukunft des Verbrenners beim Wolfsburger Hersteller Bezug. „Wir werden Elektromobilität in das Volumen ausbauen.“ Er selbst sei gespannt, ob diejenigen, die laut nach der E-Mobilität gerufen haben, dann auch die Scheckkarte zücken werden.

Bei all den Trends, die entstehen, steht für ihn vor allem die Frage im Mittelpunkt: Wie wollen wir in Zukunft leben? Diskussionen drehen sich zu oft um Fahrzeugkonzepte oder Parkplätze. Die Frage sei doch vor allem: wie entsteht Verkehr?

Mackevisions Virtual-Validation-Plattform

Viel Aufmerksamkeit bekam auch der Vortrag von Kian Saemian von der Accenture-Tochter Mackevision. Saemian stellte bei seinem Vortrag „Game Engines – Für sicherheitsrelevante automatisierte Fahrsimulationen“ die Virtual Validation Plattform vor. Deren Ziel: reale Testfahrten sukzessive zu verringern – denn nur ein Bruchteil der Millionen gefahrenen Kilometer enthält verwertbares Material in Form von Use Cases.

Die Herausforderungen bei der Entwicklung der Plattform sei die Integration der fünf Sensorgruppen – Kamera, Lidar, Radar, Ultraschall und Infrarot. Vor allem die Radar-Sensoren entpuppen sich dabei als „tricky beast“. In der Anwendung soll die virtuelle Welt bei der Entscheidung helfen, ob bei einer Fehlfunktion die Hardware oder die Software die Ursache ist und verbessert werden muss.

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