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Personalie Einkaufschef Bernd Martens verlässt Audi vorzeitig

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Eigentlich sollte der Manager seinen Posten erst Ende März räumen. Nun berichten Medien übereinstimmend über seinen frühzeitigen Weggang.

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Bernd Martens, Vorstand für Beschaffung und IT, verlässt den Autobauer Audi.
Bernd Martens, Vorstand für Beschaffung und IT, verlässt den Autobauer Audi.
(Bild: Audi)

Bernd Martens, Vorstand für Beschaffung und IT bei Audi, verlässt das Unternehmen vorzeitig. Das berichten unter anderem „Handelsblatt“ und „Donaukurier“. Eigentlich sollte der Einkaufschef seinen Posten erst Ende März räumen. Martens hätte sich am Freitag mit dem Aufsichtsrat auf einen sofortigen Abschied geeinigt.

Neuer Audi-Vorstand für Beschaffung und IT wird ab 1. April Dirk Große-Loheide, der in gleicher Funktion ebenfalls bei VW arbeitet. Als Interimsmanager übernimmt bis dahin der Entwicklungschef Hans-Joachim Rothenpieler.

Probleme bei den E-Tron-Lieferanten

Der Grund für den vorzeitigen Abgang ist noch unklar. Allerdings musste Audi die Produktion des E-Tron in dem Werk in Brüssel vorübergehend stoppen. Ursache hierfür seien laut Aussagen von Audi gegenüber Reuters Schwierigkeiten bei der Koordination der rund 300 Zulieferer. Dies fällt auch in den Aufgabenbereich von Martens und seinem Team.

Bis kommenden Mittwoch hat Audi in Brüssel für vier Tage Kurzarbeit beantragt. Schon im Januar musste Audi dieses Mittel nutzen, um auf Probleme mit Zulieferern zu reagieren. Die Produktion wurde allerdings damals nicht unterbrochen. Zudem hatte Audi schon im Frühjahr 2019 Lieferengpässe bei den Batterien und konkret durch den Lieferanten LG Chem vermeldet. Diese scheint die Einkaufsabteilung des OEMs bis heute nicht in den Griff bekommen zu haben.

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