Opel Eisenach muss auf unbestimmte Zeit schließen

Autor: Jens Rehberg

Der Chipmangel lähmt die Autoindustrie. Während Stellantis für die französische Grandland-Produktion noch Halbleiter übrig zu haben scheint, wird das Opel-Werk in Eisenach bis ins kommende Jahr hinein dicht gemacht.

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Grandland-Fertigung in Eisenach
Grandland-Fertigung in Eisenach
(Bild: Opel)

Stellantis schließt das Opel-Werk in Eisenach vorübergehend und setzt die dortige Belegschaft auf „Kurzarbeit null“. Das hat ein Opel-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage bestätigt. Einen genauen Termin für den Wiederanlauf der Produktion nannte er nicht. „Anfang 2022 soll die Produktion des Opel Grandland – auch in der Hybridversion – in Eisenach wieder anlaufen, sofern es die Supply-Chain-Situation erlaubt.“

„Die globale Automobilindustrie befindet sich aufgrund der anhaltenden Pandemie und einem weltweiten Mangel an Halbleitern in einer Ausnahmesituation“, so der Sprecher weiter. In Eisenach sind von der Maßnahme rund 1.300 Mitarbeiter betroffen.

Keine Kurzarbeit in Sochaux

Dagegen sollen sich die 3.500 französischen Mitarbeiter in der Stellantis-Produktion in Sochaux ihre Wochenenden im Oktober und November für ihren Arbeitgeber blocken. Am Dienstag hat der Hersteller laut der Gewerkschaft Force Ouvrière die Belegschaft darauf vorbereitet, in den beiden kommenden Monaten samstags und auch an einigen Sonntagen zu arbeiten. Denn Hunderte Leiharbeiter hätten ihre Verträge nicht verlängert.

In Sochaux werden die Peugeot-Modelle 5008 und 3008 montiert, aber auch der Opel Grandland. Bei Stellantis wurden nach eigenen Angaben bislang wegen des anhaltenden Chipmangels circa 700.000 Einheiten weniger verkauft als geplant.

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