Entwicklung
Elektromobilität bleibt vor allem für Zulieferer ein Härtetest
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Viele Zulieferer erwirtschaften das Geld für die Elektromobilität mit Verbrennungsmotoren oder deren Komponenten. Das ist komplex und bindet Kapital. Helfen können flexible Betriebsmodelle und Werksarchitekturen.
Die Elektromobilität ist nicht gescheitert, sondern in der Realität angekommen. Für viele Zulieferer ist sie vom Wachstumsversprechen zum Belastungstest geworden. Der Markt wächst nicht linear, sondern in Intervallen, mit verschobenen SOPs, volatilen Fahrzeugabrufen und taktischem Verhalten auf OEM-Seite. Genau das verlagert Risiken in die Lieferkette. Investitionen in Linien, Werkzeuge, Personal und Entwicklung amortisieren sich langsamer, teils gar nicht mehr wie geplant. Volatilität ist damit kein Übergangsphänomen, sondern die neue Normalität. Dadurch wird nicht die Technologie allein entscheidend, sondern die Fähigkeit, mit Volatilität, Kosten- und Kapitaleinsatz umgehen zu können. Genau hier wird sichtbar, was die aktuelle Phase prägt: Viele der aufgebauten Kapazitäten passen nicht mehr zum realistischen Markttempo.
Überkapazitäten werden zum Strukturproblem
In vielen elektromobilitätsnahen Bereichen wurden Investitionen getätigt, die mit einem schnelleren Hochlauf begründet wurden. Bleiben dann Volumina aus oder werden Programme verschoben, entstehen Leerläufe, die sich schwierig kompensieren lassen. Die meisten Überkapazitäten sind dabei nicht rein temporär und verschwinden damit nach einer gewissen Zeit auch nicht automatisch.
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