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Wirtschaft Elon Musk: Tesla als Zulieferer für Software und Antriebstechnik

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Svenja Gelowicz

Erst kürzlich hat mit Volkswagen mal wieder ein Autohersteller eine „Aufholjagd zu Tesla“ ausgerufen. Die Kalifornier scheint dieses Säbelrasseln nicht zu beeindrucken. Statt Wettbewerber zu zerstören, habe er mit seinem Unternehmen anderes im Sinn, erklärte Tesla-Chef Elon Musk.

Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Chef Elon Musk.
(Bild: Elon Musk Presenting Tesla's Fully Autonomous Future / Elon Musk Presenting Tesla's Fully Autonomous Future / Steve Jurvetson / CC BY 2.0 / CC BY 2.0)

Gerade bei Volkswagen war Tesla in den letzten Tagen und Wochen wieder einmal großes Thema. Audi-Chef Markus Duesmann zeigte sich von den Kaliforniern beeindruckt und räumte ein, dass der deutsche Autobauer dem Elektroauto-Pionier vor allem im Software-Bereich gehörig hinterherhechelt. Volkswagen-Chef Herbert Diess hatte zum freien Verkaufsstart des VW ID 3 wiederum die „Aufholjagd zu Tesla“ für gestartet erklärt.

Darauf bei Twitter angesprochen, zeigte sich Tesla-Chef Elon Musk wenig beeindruckt. Im Gegenteil: Der Unternehmer nutzte die Plattform für ein Angebot. Tesla sei bereit, seine Software gegen Lizenzgebühr für andere zu öffnen, schrieb Musk. Auch als Zulieferer für Antriebe und Batterien könne seine Firma agieren. „Wir versuchen lediglich, nachhaltige Energie schneller voranzubringen, wir wollen keine Wettbewerber zerstören“, erklärte der Tesla-Chef.

Den Kaliforniern war es zuletzt trotz der Corona-Krise gelungen, weiter schwarze Zahlen zu schreiben. Das Unternehmen schaffte das nun erstmals kontinuierlich über eine Zeitspanne von zwölf Monaten.

Diess: „Elon Musk liefert Ergebnisse“

Davon hatte sich unter anderem Volkswagen-Boss Diess beeindruckt gezeigt. Beim Karrierenetzwerk Linkedin kommentierte er eine Meldung zum jüngsten Quartalsbericht folgendermaßen: „Elon Musk liefert Ergebnisse, die viele nicht für möglich gehalten haben. Sie zeigen: Mit Elektro-Autos kann man profitabel sein. Als einer von wenigen Autoherstellern (Porsche AG z.B. auch) wird Tesla ohne Verlust-Quartal durch die Corona-Krise fahren. Es bestätigt mich: In fünf bis zehn Jahren wird das wertvollste Unternehmen der Welt ein Mobilitätsunternehmen sein – das kann Tesla, Apple oder Volkswagen AG,... heißen.“

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