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Workshop Innenraum-Emissionen Emissions-Tests: Globale Harmonisierung sinnvoll

| Redakteur: Christian Otto

Zur Prüfung des Emissionsverhaltens von Werkstoffen und Bauteilen für den Automobilinnenraum gibt es eine Vielzahl analytischer Methoden. Dr. Michael Holzwarth von imat-uve gab hierzu einen fundierten Einblick. Ihm folgte Dr. Dieter Holtkamp, der sich für die weitere Harmonisierung der Test-Methoden aussprach, um insbesondere Kosten zu sparen.

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Dr. Dieter Holtkamp sprach sich in seinem Vortrag für eine globale Harmonisierung der Tests aus.
Dr. Dieter Holtkamp sprach sich in seinem Vortrag für eine globale Harmonisierung der Tests aus.
(Foto: Benecke-Kaliko/ Mick Ryan)

Dr. Michael Holzwarth von der imat-uve gmbh setzte bei seinen Ausführungen einen Schwerpunkt auf die analytische Vorgehensweise der Methoden, mit denen Emissionen getestet werden können. Die große Zahl verschiedener Testmethoden für die Qualitätskontrolle der Ausstattungsteile des Automobilinnenraums fasste er zunächst in methodische Gruppen zusammen und erläuterte die verschiedenen Vorgehensweisen anschließend im Detail.

Diverse VOC-Definitionen

Zu Beginn seines Vortrages stellte Dr. Holzwarth beispielhaft einige voneinander abweichende Definitionen für sogenannten flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) vor. Neben der Definition durch das Europäische Umweltzeichen und Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) verwies er auch noch auf eine Definition von wikipedia. Dabei wurde deutlich, dass diese gerade bei der Frage des Siedepunktes der organischen Verbindungen unterschiedliche Einordnungen vornehmen. Schon hier wurde also deutlich, dass es keine allgemeingültigen Definitionen für weit verbreitete Bezeichnungen wie VOC, SVOC, oder TVOC o.ä. gibt.

Eine Vielzahl von Testmethoden

Nach dieser Einordnung gab Dr. Holzwarth auch einen Überblick über die methodische Gruppierung von Testspezifikationen. Er ging dabei konkret auf die Testmethoden ein, die die verschiedenen Automobilhersteller nutzen. Seine Auflistung umfasste Geruchprüfungen, Formaldehydtests, Foggingprüfungen, die statische Headspaceanalyse, die dynamische Thermodesorption, Emissionsprüfungen in der Mikrokammer sowie Tedlarbeuteln, Emissionskammerprüfungen sowie solche am Gesamtfahrzeug. Es wurde deutlich, dass die OEMs eine jeweils unterschiedliche Auswahl der angeführten Tests für sich nutzen.

Ergebnisse sind Methoden-Abhängig

Holzwarth ging dann im Detail auf die analytischen Methoden ein und erläuterte Vor- und Nachteile der Verfahren. In einer abschließenden Zusammenfassung wies er nochmals explizit darauf hin, dass Emissionstests keiner Bestimmung der Inhaltstoffe sind, da die angewendete Methode immer entscheidenden Einfluss auf die qualitativen und quantitativen Resultate hat. Resultate unterschiedlicher Methoden nicht daher grundsätzlich nicht vergleichbar.

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