Mahle Entec übernommen

| Redakteur: Thomas Weber

Der Stuttgarter Zulieferer hat den Thüringer Pumpenhersteller Entec übernommen. Mahle plant mittelfristig, das große Wachstumspotenzial für geregelte Ölpumpen in Eigenfertigung auszuschöpfen. „In Europa werden die klassischen ungeregelten Pumpen praktisch komplett durch geregelte Ölpumpen ersetzt“, glaubt der Vorsitzende der Mahle-Geschäftsführung Dr. Heinz K. Junker.

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Der Stuttgarter Mahle-Konzern hat die Übernahme aller Anteile an der Entec GmbH in Thüringen bekanntgegeben. Entec ist Entwickler und Hersteller von geregelten Ölpumpen für Verbrennungsmotoren. In ihrer bisherigen Aufstellung entwickelt Entec im Kundenauftrag geregtelte Ölpumpen und produziert Prototypen und Kleinserien für Spezialanwendungen und den Rennsport. Damit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2007 mit rund 60 Mitarbeitern einen Umsatz von 7 Millionen Euro erzielt. Daneben wurden für Großserienaufträge Lizenzen für geregelte Pumpen an Auftragsfertiger vergeben.

Mahle plane mittel- und langfristig, das große Wachstumspotenzial für geregelte Ölpumpen in Eigenfertigung auszuschöpfen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Wir arbeiten heute mit unserer gesamten Entwicklungskapazität an allen Fronten des Verbrennungsmotors an einer deutlichen Effizienzsteigerung und damit am nach wie vor gegebenen Potenzial einer maßgeblichen Verbrauchs- und CO2-Reduktion. Geregelte Ölförderpumpen können einen wesentlichen Beitrag leisten, dass sich der Verbrennungsmotor auch langfristig in einer starken Wettbewerbssituation zu alternativen Antriebskonzepten behaupten kann“, sagt Prof. Dr. Heinz K. Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung des Mahle-Konzerns.

Mahle erwartet bis zum Jahr 2015 einen deutlich steigenden Einsatz von geregelten Ölförderpumpen. „In Europa werden die klassischen ungeregelten Pumpen praktisch komplett durch geregelte Ölpumpen ersetzt“, so Junker und fügt an: „Mit der Akquisition von Entec komplettieren wir die Produktpalette unserer Produktlinie Flüssigkeitsmanagement-Systeme und erweitern unser Produktprogramm um eine wesentliche CO2-relevante Systemkomponente.“

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