Suchen

Gehälter Equal-Pay-Tarifvertrag für Engineering- und IT-Dienstleistungen

| Redakteur: Michael Ziegler

Am ersten Juli 2012 ist der zwischen der IG Metall NRW und dem Engineering- und IT-Dienstleister Able Group vereinbarte Equal-Pay-Tarifvertrag für insgesamt 6.700 Beschäftigte der Unternehmensgruppe in Kraft getreten.

Firmen zum Thema

Frank Ferchau, Geschäftsführer Able Group: „Wir haben uns bewusst für eine entgeltliche Gleichbehandlung aller Mitarbeiter entschieden.“
Frank Ferchau, Geschäftsführer Able Group: „Wir haben uns bewusst für eine entgeltliche Gleichbehandlung aller Mitarbeiter entschieden.“
(Foto: Able Group / Ulrich Zillmann)

Mit dem Abschluss sollen die Gehälter in der Ingenieur- und IT-Dienstleistungsbranche für die Arbeitnehmer fairer gestaltet werden, da sich die Vergütung aller Mitarbeiter an den Entgeltgruppen der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen orientiert. Die Kunden bekommen laut der Able Group außerdem mehr Rechts- und Planungssicherheit an die Hand. Zu dem Personaldienstleistungsunternehmen gehört unter anderem die Ferchau Engineering GmbH.

Mit Inkrafttreten des Tarifvertrages erhalten bundesweit alle 6.700 Mitarbeiter der Able Group und der Unternehmen Ferchau, Plant Ing und M Plan eine Zulage, wodurch die Gehälter schrittweise an den Entgelttarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen herangeführt werden. Der Tarifabschluss gilt für alle Mitarbeiter, unabhängig davon, ob sie in der Arbeitnehmerüberlassung, im Rahmen eines Werk- oder Dienstvertrages bei Kunden oder in den eigenen technischen Büros tätig sind. Verhandlungsführer der beiden Tarifparteien waren Joachim Lalla, Personalleiter der Able Group, und Werner Kusel, erster Bevollmächtigter der IG Metall Gummersbach.

Vergleichbare Bezahlung für vergleichbare Leistung

So zeigt sich Werner Kusel zufrieden mit dem Abschluss : „Unabhängig vom Charakter ihrer Tätigkeit, ob in der Arbeitnehmerüberlassung oder im Werkvertrag – für die Ingenieure und IT-Experten der Able Group wird sich künftig die Bezahlung an dem Entgelttarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie orientieren. Das ist ein guter Schritt zu mehr Fairness in der Arbeitswelt. Wer Vergleichbares leistet, der verdient auch eine vergleichbare Bezahlung.“

Der geschäftsführende Gesellschafter Frank Ferchau sieht in dem Equal-Pay- Tarifvertrag einen wichtigen Schritt für das Unternehmen: „Wir haben uns bewusst für eine entgeltliche Gleichbehandlung aller Mitarbeiter entschieden. Grundlage der Entscheidung war einer der wichtigsten Punkte unserer Unternehmenskultur: Wir sind ein Dienstleister mit einer ganzheitlichen Mitarbeiterphilosophie. Eine Ausdifferenzierung unserer Mitarbeiter – abhängig vom Projektstatus – sollte ausgeschlossen werden. Engineering-Dienstleistungen sind mit ihrem großen Know-how und ihrer hohen Qualität unverzichtbar für den Standort Deutschland. Dieser Stellenwert spiegelt sich zukünftig durch unsere Equal-Pay-Vereinbarung auch in den Gehältern wider.“

Ab dem 1. Juli 2013 erfolgt die Heranführung der Zulagen an den Entgelttarifvertrag in zeitlichen Etappen. Ab Einstellungsbeginn wird eine 25-prozentige Zulage für das erste Quartal an die Mitarbeiter gezahlt. Ab dem 4. Beschäftigungsmonat steigt die Zulage auf 50 Prozent, ab dem 7. Monat auf 75 Prozent. Ab dem 13. Monat der Unternehmenszugehörigkeit gilt 100 Prozent.

(ID:42211634)