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Dieselaffäre

Ex-Porsche-Vorstand Hatz aus Untersuchungshaft entlassen

| Redakteur: Christian Otto

Der ehemalige Manager bei VW, Audi und Porsche, Wolfgang Hatz, war im September 2017 wegen des Vorwurfs der Vertuschung in Untersuchungshaft genommen worden. Nun kam er laut einem Medienbericht gegen eine Kaution und unter Auflagen frei.

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Wolfgang Hatz ist gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.
Wolfgang Hatz ist gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.
(Bild: Porsche)

Wolfgang Hatz, früherer VW-, Audi- und Porsche-Manager, wurde laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ aus der Untersuchungshaft entlassen. Dort saß der Manager seit Ende September 2017 aufgrund des Vorwurfs einer Verwicklung in die seit 2015 schwelende Abgasaffäre. Nun entschied das Oberlandesgericht München, den Haftbefehl außer Vollzug zu setzen.

Die Staatsanwaltschaft München II, die auch für die Verhaftung des beurlaubten Audi-Chefs Rupert Stadler zuständig ist, wirft Hatz vor, während seiner VW-Zeit von Manipulationen bei der Abgasreinigung gewusst zu haben. Da die Ermittler den Manager der Vertuschung verdächtigten, wurde er im vergangenen Jahr verhaftet. Im Frühjahr kam es laut dem Medienbericht zu einer Reihe von Vernehmungen, nachdem Hatz in Untersuchungshaft monatelang geschwiegen hatte.

Die Freilassung geschieht aber nur unter Auflagen: So musste Hatz eine Kaution von drei Millionen Euro hinterlegen und seinen Reisepass abgeben. Er darf Deutschland nicht verlassen und hat ein Kontaktverbot zu allen Mitbeschuldigten oder Zeugen in der Abgasaffäre. Zu diesem Personenkreis zählt auch Ex-VW-Chef Martin Winterkorn.

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