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Fahrbericht Audi Q7: Leichter durch die Serpentinen

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Gelungener Leichtbau

Der Neue hat aber nicht nur beim Gesicht einen Schönheitseingriff erfahren, sondern wurde auch einer beeindruckenden Diät unterzogen: Je nach Version fällt der Q7 nun um bis zu 325 Kilogramm leichter aus. Dafür sorgte auch der Wechsel von der früheren Geländewagen-Plattform auf eine Pkw-Architektur, der strukturell erhebliche Gewichtseinsparungen mit sich bringt. Alleine bei den Achsen spart Audi über 70 Kilogramm Gewicht ein. Auch die Karosserie, die weitgehend aus Aluminium besteht, ist viel leichter als beim Vorgängermodell.

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Die Gewichtseinsparung wirkt sich natürlich besonders zugunsten der Effizienz aus. In Kombination mit verbesserten Motoren konnten die Ingolstädter die Verbräuche des Q7 spürbar senken. „Im Durchschnitt haben wir den Verbrauch um 28 Prozent vermindern können“, erklärte Stadler. Als Einstiegsmotorisierung stand ein 3,0-Liter-Sechszylinder mit 160 kW / 218 PS zur Verfügung, der 5,5 Liter Diesel pro 100 Kilometer (nach NEFZ) verbraucht. Doch gerade im bergigen Terrain überzeugte die 200 kW / 272-PS starke 3.0-TDI-Variante deutlich mehr. Der Motor ist ein souveräner Kompromiss zwischen Leistung und annehmbaren Verbrauch. Er spurtet zudem im Vergleich zum schwächeren Diesel von 0 auf 100 km/h in nur 6,3 statt 7,4 Sekunden und bietet eine Spitzengeschwindigkeit 234 statt 216 km/h.

TFSI trotz Kompressor

Wer wirklich dynamisch vorankommen möchte, bestellt allerdings gleich den 3,0-Liter-Ottomotor mit mechanischem Roots-Kompressor, der unter der irreführenden Bezeichnung TFSI vermarktet wird. Das 245 kW / 333 PS starke Aggregat treibt das SUV in 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis auf 250 km/h. Die Leistung wird dabei verzögerungsfrei auf die Straße gebracht und ist jederzeit abrufbar. Diese Dynamik wird durch die passende sportliche Akustik abgerundet. Dieser Spaß bringt aber auch einen höheren Verbrauch. 7,7 Liter ist mit Blick auf die Fahrzeuggröße aber immer noch ein akzeptabler Wert. Bei der Kraftübertragung vertraut Audi einer ZF-Achtgang-Automatik.

Adaptives Luftfahrwerk

Fahrwerksseitig hat Audi zudem noch eine Schippe drauf gelegt: Neben einem serienmäßigen Stahlfahrwerk bietet der Hersteller eine vor Ort getestete adaptive Luftfederung. Diese ist nicht nur komfortabel sondern vermittelt eher das Gefühl in einer sportlichen Limousine, denn in einem Geländewagen zu sitzen. Die Fahrmodi „efficiency“, „comfort“ oder „auto“ bieten vor allem Bequemlichkeit; schaltet man auf den Modus „dynamic“ stellt sich auch ein wesentlich direkteres Fahrprofil ein. Für 1.150 Euro erhält der Kunde zudem eine Allradlenkung. Die bringt auf der Autobahn Spurstabilität. Beeindruckender ist allerdings ihre Wirkung bei niedrigen Geschwindigkeiten. Dort verkleinert das System nämlich den Wendekreis des großen Fahrzeugs deutlich. Ein Allradantrieb ist Serie und kann variabel zwischen 30 und 85 Prozent der Kraft an die Hinterachse leiten. Im Normalfall ist die Auslegung mit 40:60 leicht hecklastig. Darüber hinaus bietet der Q7 auch zwei Gelände-Fahrprofile, mit denen sich die Bodenfreiheit auf bis zu 24,5 Zentimeter anheben lässt.

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