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SKZ Faserverbundkunststoffe für die Automobilindustrie

| Redakteur: Christian Otto

Als größtes Kunststoff-Institut Deutschlands bietet das SKZ seit über 50 Jahren praxisgerechte Lösungen für die Kunststoffbranche. Vor allem die Faserverbundkunststoffe sind ein zukunftsweisendes Forschungs- und Entwicklungsfeld, bei dem das Institut die Automobilindustrie praxisnah unterstützt.

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Leichtbau in der Praxis plus gezielte Nachwuchsförderung: Beim Konzeptautomobil „Nios“, das von Studenten konzipiert wurde, setzte das SKZ unter anderem einzelne Faserverbundkomponenten mit um.
Leichtbau in der Praxis plus gezielte Nachwuchsförderung: Beim Konzeptautomobil „Nios“, das von Studenten konzipiert wurde, setzte das SKZ unter anderem einzelne Faserverbundkomponenten mit um.
(SKZ)

Das SKZ setzt seit mehr als einem halben Jahrhundert auf eine ausgeprägte Systemkompetenz. Dazu vereint das Institut verschiedene Geschäftsbereiche unter einem Dach und greift auf Mitarbeiter unterschiedlichster Fachrichtungen zurück. Kunststoffe und Kunststoffprodukte stehen dabei im Mittelpunkt. Sie werden zum Beispiel im eigenen, nach DIN EN ISO 17025 akkreditierten Prüflabor geprüft, überwacht, zertifiziert und optimiert. Professor Martin Bastian, Direktor des SKZ Würzburg, hebt die Sonderstellung des Instituts nochmals hervor: „Das SKZ verfügt im Unterschied zu anderen Initiativen über Systemkompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Haus. Es ist darüber hinaus eine außerordentlich schlagkräftige FuE-Einrichtung, Deutschlands führende Adresse, wenn es um Produktprüfungen oder Zertifizierungen im Kunststoffbereich geht, und mit über 600 verschiedenen Schulungsmaßnahmen beziehungsweise Branchentreffen eine sehr etablierte Bildungseinrichtung.“

Verschiedene Geschäftsbereiche unter einem Dach: Mit ausgeprägter Systemkompetenz will sich das SKZ von anderen Instituten abheben.
Verschiedene Geschäftsbereiche unter einem Dach: Mit ausgeprägter Systemkompetenz will sich das SKZ von anderen Instituten abheben.
(SKZ)

Die Forschung und Entwicklung im SKZ verfolgt Projekte mit direktem Praxisbezug. Der Anspruch des Institutes ist es, dabei immer innovativ zu sein: ob bei Materialien über Produktionsprozesse und Bauteileigenschaften bis hin zur Bewertung von Prozessen und Produkten unter ökonomischen und ökologischen Aspekten. Die Ergebnisse dienen direkt der betrieblichen Praxis. Insbesondere Automobilhersteller und Systemlieferanten fragen beim SKZ diverse Leistungen ab. „Typisch sind Aufträge zur Entwicklung neuer Werkstoffe, insbesondere von Verbundmaterialien, thermoplastisch verarbeitbaren Spezialmaterialien wie TPEs oder Materialien, die besser lackierfähig bzw. galvanisierbar sind. Eine zweite Gattung von Anfragen liegt im Bereich von Verbesserungen der Produktionsprozesse – insbesondere des Spritzgießens und Fügens, um die Wirtschaftlichkeit zu steigern, z. B. durch Automatisierung des Prüfens der Teilequalität, kürzere Zykluszeiten oder geringere Ausschussraten“, erklärt Bastian.

Unterstützung der Automobilbranche

Eine besonders zukunftsweisende Bedeutung haben faserverstärkte Kunststoffe (FVK). Deshalb widmet sich das SKZ dieser Thematik mit ganzheitlichem Ansatz und in großem Umfang. FVK verfügen aufgrund ihrer vorteilhaften mechanischen und verarbeitungstechnischen Eigenschaften bereits über ein breites Anwendungsspektrum in der Automobilindustrie. Vor allem wegen ihrer hervorragenden gewichtsspezifischen Festigkeit bei nahezu freier Formbarkeit ersetzen diese Leichtbaumaterialien zunehmend traditionelle Werkstoffe und tragen so zu einer materialsparenden und ressourcenschonenden Bauweise bei. Professor Bastian umreißt die Ansätze, mit denen das SKZ die Automobilbranche dabei unterstützt, Know-how bei der Verarbeitung von FVK aufzubauen: „Erstens schulen wir Mitarbeiter in diversen Veranstaltungen, z. B. in den modular aufgebauten Kursen für Einsteiger und fortgeschrittenere Composite- und Faserverbundexperten. Zweitens werden für oder gemeinsam mit den Firmen Forschungs- und Entwicklungsfragestellungen bearbeitet, um so die Prozesse zu verbessern oder innovative Produkte wirtschaftlich herzustellen. Als dritten Punkt fördern wir den Nachwuchs an Hochschulen, der die Grundlagen zur Verarbeitung von FVK theoretisch und praktisch erlernt, wodurch der Einstieg in den Betrieben deutlich leichter fällt.“

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