Produktion

Faurecia nutzt Transportroboter von Mobile Industrial Robots

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Die Roboter sollen sich je nach Anwendungsbedarf mit verschiedenen Aufsatzmodulen ausstatten lassen.
Die Roboter sollen sich je nach Anwendungsbedarf mit verschiedenen Aufsatzmodulen ausstatten lassen. (Bild: Mobile Industrial Robots)

Mobile Industrial Robots (MiR) kooperiert ab sofort mit Faurecia. Der Automobilzulieferer möchte durch den Einsatz der Transportroboter die Automatisierung seiner Intralogistik und Optimierung seiner Produktionsanlagen voranbringen.

Faurecia testet laut eigenen Angaben seit langem die Automatisierung des innerbetrieblichen Transports. Der Automobilzulieferer will so seine Produktivität steigern, die internen Arbeitsabläufe optimieren und Wettbewerbsvorteile erzielen. Nun schließt Faurecia eine Partnerschaft mit Mobile Industrial Robots (MiR): Mit den automatisierten Transportrobotern des dänischen Herstellers möchte Faurecia die interne Logistik in seinen Produktionsstätten weltweit neu konzipieren und den Materialfluss effizienter gestalten.

Eric Moreau, Vice President Supply Chain & Digital Enterprise bei Faurecia, sagt: „MiR arbeitet mit einer bewährten Technik. Viele Unternehmen setzen die mobilen Roboter bereits heute für eine effizientere Logistik ein. Unser Automatisierungsgrad ist aktuell schon relativ hoch, aber der Materialtransport war bisher immer problematisch.“

Flexibilität: verschiedene Aufsatzmodule

Vor diesem Hintergrund sei insbesondere die Anpassungsfähigkeit der autonom navigierenden Transportroboter ausschlaggebend gewesen. „Wir passen das Layout unserer Werke kontinuierlich an“, so Morceau weiter. „Daher müssen die innerbetrieblichen Logistiksysteme hochflexibel sein.“ MiR biete genau das, da seine mobilen Roboter nicht geleitet werden müssen, um navigieren zu können. Es reiche eine interne Karte, die leicht aktualisiert werden kann. Je nach Anwendungsbedarf sollen sich die Roboter außerdem mit verschiedenen Aufsatzmodulen ausstatten lassen. Diese Flexibilität sei ein weiterer Grund, warum sich Faurecia für eine Zusammenarbeit mit MiR entschieden hat. „Die mobilen Roboter von MiR können nicht nur Waren transportieren, sondern übernehmen auch vor- und nachgelagerte Prozessschritte wie die Be- und Entladung. Die Effizienz der gesamten Produktionslinie wird so gesteigert“, sagt Morceau.

Alle MiR-Roboter seien darauf ausgelegt, direkt mit ihren menschlichen Kollegen zusammenzuarbeiten. Durch Sensortechnik und Sicherheitsalgorithmen sollen sie die Belegschaft sowie Gegenstände zuverlässig wahrnehmen und durch Bremsen oder Ausweichen auf sie reagieren. Indem sie Transportgänge übernehmen, sollen sie Werksmitarbeiter von Arbeiten und Laufwegen entlasten. So bleibe diesen mehr Zeit für hochwertigere Aufgaben.

Darüber hinaus sei die MiR-Technik sehr benutzerfreundlich und könne ohne Programmierkenntnisse gehandhabt werden. Über eine webbasierte Bedienoberfläche sollen sich die Roboter per Smartphone, Tablet oder PC steuern lassen. Dank der intuitiven Bedienung können sie eigenen Angaben zufolge schnell in Betrieb genommen werden, was die Gesamtbetriebskosten gering halte.

Logistikroboter auf dem Vormarsch

Die jüngsten Zahlen der International Federation of Robotics (IFR) zeigten, dass Faurecia nicht das einzige Unternehmen ist, das Potenzial in der Automatisierung des internen Transports sieht. Von den Servicerobotern für den professionellen Einsatz, die 2017 verkauft wurden, seien 63 Prozent Logistikroboter gewesen. Die IFR erwarte, dass der Absatz von Logistikrobotern zwischen 2018 und 2021 auf rund 600.000 Einheiten steigen wird.

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