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Automobilhersteller FCA: Neue Struktur soll Entwicklung stärken

| Autor/ Redakteur: Ampnet/Sm / Maximiliane Reichhardt

FCA will eine neue Struktur gründen: Mit der „Global Product Development Organization“ will der Automobilhersteller die Produktqualität steigern und die Entwicklungszeiträume verkürzen.

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FCA plant eine neue Struktur und will so die Komplexität reduzieren und die Effektivität steigern.
FCA plant eine neue Struktur und will so die Komplexität reduzieren und die Effektivität steigern.
(Bild: FCA)

Fiat Chrysler Automobile (FCA) will die konzernweit vorhandenen Technologie-, Ingenieurs- und Managementkompetenz bündeln und eine global für Produktentwicklung verantwortliche Struktur gründen. Die neue „Global Product Development Organization“ soll die Komplexität reduzieren und die Effektivität steigern. Chef der neuen Organisation werde der Deutsche Harald Wester, FCA Chief Technical Officer (CTO).

Harald J. Wester soll Chef der neuen Organisation werden.
Harald J. Wester soll Chef der neuen Organisation werden.
(Bild: FCA)

Drei Hauptaktivitäten

Die „Global Product Development Organization“ soll drei Hauptaktivitäten bündeln: Ingenieursleistung, Ausführung und Management beschlossener Programme sowie Unterstützung dieser Programme. Dies bedeutet eine Abkehr vom bisherigen Prinzip der Verteilung von Entwicklungsaufgaben auf unterschiedliche regionale Zentren beziehungsweise autarke Einheiten. „Das Maß an Konsolidierung und Integration, das wir jetzt umsetzen, wird unser Angebot weiter ausbauen – in allen Märkten“, sagt Harald Wester.

Die konzernübergreifenden Programme zu Planung und Durchführung sollen alle Ingenieursabteilungen, Einzelunternehmen und Marken durchziehen. Dazu gehören auch Teams für globale Fahrzeugprogramme, für Fahrzeugarchitektur und -konzepte zur Erreichung von Kunden- und Leistungszielen sowie zur langfristigen Planung und Entwicklung von Fahrzeugarchitekturen und weiteren Produkten.

Zusammenschluss der FCA Entwicklungsabteilungen für Antriebe und Fahrzeuge.

Diese neue Strategie erfordert größere Flexibilität in der Produktentwicklung zu einem Zeitpunkt, zu dem sich FCA in stark umkämpften Sektoren wie Autonomes Fahren, Konnektivität und elektrische Antriebe neu positioniert. FCA hat bereits einen Fünf-Jahres-Plan verabschiedet, der Investitionen in Höhe von neun Milliarden Euro zur Entwicklung von weltweit insgesamt 30 elektrifizierten Fahrzeugen vorsieht. Unter den ersten Modellen werden Plug-In-Varianten von Jeep Compass, Jeep Renegade und Jeep Wrangler sowie zwei vollelektrische Fahrzeuge von Fiat und der Transportermarke Fiat Professional sein.

Für die Marke Maserati sind Investitionen von 1,6 Milliarden Euro auf dem Weg in die Elektrifizierung eingeplant. Am Anfang stehen Hybrid- und Elektro-Antriebe sowie Autonomes Fahren der Stufe 3 unter voller Berücksichtigung der für Maserati typischen Sportlichkeit.

Die aus der neuen Strategie resultierende signifikanteste Änderung, ist der Zusammenschluss der bislang eigenständigen FCA Entwicklungsabteilungen für Antriebe und Fahrzeuge. Die neue „Global Product Development Organization“ soll die Zusammenarbeit über regionale Grenzen hinaus fördern und vorhandene Ressourcen besser nutzen. Die flache Hierarchie innerhalb der neuen Struktur werde darüber hinaus Entscheidungsprozesse beschleunigen und die globalen technologischen Kompetenzen von FCA koordinieren.

„Unsere Ressourcen bei Ingenieursleistungen werden konzentriert und integriert, nicht ausgedünnt“, betont Harald Wester. Die neue „Global Product Development Organization" soll im Laufe des kommenden Jahres voll funktionsfähig sein.

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