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Wankelmotor

Felix Wankel – Der Tüftler und sein Wunder-Motor

| Autor/ Redakteur: SP-X/Holger Holzer / Thomas Günnel

In den 60er- und 70er-Jahren faszinierte die Idee des Rotationskolbenmotors die Autoindustrie. Durchgesetzt hat er sich aber nie. Sein Erfinder wäre heute (13. August) 110 Jahre alt geworden.

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Mit dem Wankelmotor verblüffte sein Erfinder – Felix Wankel – im Jahr 1954 die Fachwelt. Der Motor kam mit einem sehr einfachen Aufbau aus und lief runder als Otto- oder Dieselmotoren. Am 13. August 2012 wäre Felix Wankel 110 Jahre alt geworden.
Mit dem Wankelmotor verblüffte sein Erfinder – Felix Wankel – im Jahr 1954 die Fachwelt. Der Motor kam mit einem sehr einfachen Aufbau aus und lief runder als Otto- oder Dieselmotoren. Am 13. August 2012 wäre Felix Wankel 110 Jahre alt geworden.
( Mazda)

Wer an den Verbrennungsmotor denkt, hat einen gängigen Hubkolbenmotor vor Augen. In nahezu jedem Auto arbeitet mittlerweile ein Triebwerk dieser Bauart – und trotz E-Auto wird das wohl noch einige Jahrzehnte so bleiben. Doch es hätte auch ganz anders kommen können: Eine kurze Zeit lang galt der Kreis- oder Rotationskolbenmotor als die bessere Alternative. Sein Erfinder Felix Wankel wurde am 13. August vor 110 Jahren im baden-württembergischen Lahr geboren. Anders als Nikolaus Otto und Rudolf Diesel ist Wankel heute nur noch echten Autofans und Technikbegeisterten ein Begriff. Der nach ihm benannte Motor fand aber anders als Ottos Hubkolbenmaschine und Diesels Selbstzünder nie eine große Verbreitung.

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Dabei hatte er zumindest theoretisch durchaus einige Vorteile: Er war einfacher, leichter und leiser als sein Hubkolben-Pendant. Und vor allem punktete er aufgrund der geringen bewegten Massen durch niedrigen Verschleiß.

Genial einfacher Aufbau

Das Funktionsprinzip des Kreiskolbenmotors verblüffte bei seiner Präsentation im Jahr 1954 durch geniale Einfachheit. Herzstück ist ein dreieckiger Kolben, der in einem ovalen Gehäuse rotiert und die gleichen Aufgaben wahrnimmt wie der Hubkolben im Ottomotor: Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstoßen. Allerdings kommt der Motor dabei mit deutlich weniger beweglichen Teilen aus. Auch auf Ventile, Nockenwelle und Co. kann verzichtet werden. Zudem läuft der Kreiskolben gleichmäßig und mit nur geringer Unwucht um einen zentralen Schwerpunkt, was Vibrationen und dadurch letztendlich auch den Verschleiß minimiert.

Die „Bild“-Zeitung bezeichnete den Wankel damals daher als „Wunder-Motor“. Auch die Industrie war begeistert; zu den Lizenznehmern zählten bald Mercedes-Benz, Porsche, Alfa Romeo und Rolls-Royce. Geschichte schrieb das Triebwerk aber bei NSU. Zunächst im NSU Spider und im Jahr 1967 im Ro 80, der prompt zum „Auto des Jahres“ gewählt wurde.

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