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Zulieferer Freudenberg erhält Großauftrag für Gleitringdichtungen

| Redakteur: Jens Scheiner

Der Automobilzulieferer Freudenberg Sealing Technologies hat den ersten Großauftrag für die neuen „Levitex“-Gleitringdichtungen erhalten. Die Produktion der reibungsfreien Dichtungen soll im Jahr 2017 starten.

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Die neuen „Levitex“-Gleitringdichtungen von Freudenberg Sealing Technologies arbeiten mit einem Luftkissen und sollen dadurch den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen senken.
Die neuen „Levitex“-Gleitringdichtungen von Freudenberg Sealing Technologies arbeiten mit einem Luftkissen und sollen dadurch den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen senken.
(Foto: Freudenberg)

Wie das Unternehmen mitteilte arbeiten die Gleitringdichtungen mit einem Luftkissen und sollen dadurch den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen senken. Im Kern besteht die Levitex-Dichtung aus zwei Ringen, von denen einer mit der Kurbelwelle und der andere mit dem Kurbelgehäuse fest verbunden ist. Einer der Ringe verfügt über Nuten, die nur wenige Mikrometer tief sind. Dreht sich nun die Kurbelwelle, wird die Luft gegen den Dichtdamm geschleppt, der die Nuten umschließt. Die Nuten verengen sich zu einer geschlossenen Spitze hin und stellen für die eingeschlossene Luft daher eine Sackgasse dar. So entsteht ein Luftpolster, das die Dichtflächen voneinander trennt und eine nahezu reibungsfreie Abdichtung der Welle ermöglicht.

Wie der Zulieferer informierte haben Ingenieure die Serieneinführung der Levitex-Technologie ausführlich getestet. Die Dichtringe mussten ihre Funktion unter extremen Temperaturen von minus 40 bis plus 150 Grad Celsius nachweisen. Auch extrem feiner Staub, wie er als „Arizona-Staub“ von den Automobilherstellern für Funktionstests verwendet wird, oder eindringendes Wasser führten nach eigenen Angaben nicht zum Versagen der Dichtungen.

„Zur Zeit ist keine andere Technologie bekannt, die eine reibungsfreie und sichere Abdichtung der Kurbelwelle ermöglicht“, sagt Dr. Eberhard Bock, Leiter der strategischen Produktentwicklung bei Freudenberg Sealing Technologies. Angesichts der ehrgeizigen CO2-Ziele, die ab dem Jahr 2020 in Kraft treten, wird es künftig darum gehen, jedes Gramm einzusparen. „Wir sind daher zuversichtlich, dass es uns gelingt, weitere Kunden für diese innovative Technologie zu finden“, so Bock.

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