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Wirtschaft Geely will mit Volvo fusionieren

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Svenja Gelowicz

Volvo hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, im Vergleich zu anderen Autokonzernen sind die Schweden aber doch recht klein. Damit das Fabrikat die Herausforderungen der Branche stemmen kann, soll es stärker in den Geely-Konzern integriert werden.

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Unter dem Dach des neuen Unternehmens sollen die Identitäten der Marken Volvo, Geely, Lynk & Co und Polestar bewahrt bleiben.
Unter dem Dach des neuen Unternehmens sollen die Identitäten der Marken Volvo, Geely, Lynk & Co und Polestar bewahrt bleiben.
(Bild: Volvo)

Der chinesische Autobauer Geely will seine Geschäfte mit der schwedischen Tochter Volvo Cars zusammenlegen. „Ein Zusammenschluss der beiden Firmen würde einen starken weltweiten Konzern ergeben“, sagte Geely-Chef Li Shufu laut einer Volvo-Mitteilung vom Montag (10. Februar). Diese Maßnahme werde schneller finanzielle und technologische Synergien zwischen den beiden Unternehmen freisetzen.

Durch die Fusion entstehe ein Autobauer, „der die Größe, das Wissen und die Ressourcen hat, um führend in der laufenden Transformation der Automobilindustrie zu sein“, heißt es in der Mitteilung. Unter dem Dach des neuen Unternehmens sollen die Identitäten der Marken Volvo, Geely, Lynk & Co und Polestar bewahrt bleiben.

Volvo und Geely: Fusion vorbereiten

Nach der Ankündigung steht nun der Aufbau einer gemeinsamen Arbeitsgruppe an. Sie soll die Umsetzung der Fusion vorbereiten und den Vorständen entsprechende Vorschläge zu den notwendigen Maßnahmen unterbreiten. Parallel dazu will Li Shufu auch mit Volvo-Cars-Chef Hakan Samuelsson über Synergien und die Vorteile für die einzelnen Marken sprechen.

Der entstehende gemeinsame Konzern soll zunächst in Hongkong an und später dann auch in Stockholm an der Börse notiert sein. Geely ist schon in Hongkong gelistet. Die gesamte Transaktion werde nach einvernehmlich festgelegten Bedingungen ablaufen. Voraussetzungen seien die Genehmigung der jeweiligen Vorstände und Aktionäre von Geely und Volvo Cars sowie der Wettbewerbsbehörden.

Geely hatte Volvo Cars 2010 vom US-Autobauer Ford übernommen. Auch am von Volvo Cars getrennten Lkw- und Nutzfahrzeughersteller Volvo AB ist Geely beteiligt. Im Pkw-Geschäft sind die Chinesen mit knapp 10 Prozent zudem größter Anteilseigner von Daimler und werden künftig die Kleinwagenmarke Smart als Elektroauto-Hersteller im Joint-Venture mit Daimler von China aus weiterführen.

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