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Sicherheit Gentex bietet neuen Display-Innenspiegel

| Redakteur: Christian Otto

Um den Blick auf den rückwärtigen Verkehr zu optimieren, liefern die Amerikaner einen neuen dualen Display-Spiegel. Der Fahrer kann so zwischen einem normalen Spiegel- und einem kameragestützten Displaymodus wechseln.

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Der Display-Modus bietet im Vergleich zum Spiegel-Modus einen besseren Blick auf den rückwärtigen Verkehr.
Der Display-Modus bietet im Vergleich zum Spiegel-Modus einen besseren Blick auf den rückwärtigen Verkehr.
(Foto: Gentex )

Beim Thema Fahrsicherheit ist auch die bestmögliche Wahrnehmung der rückwärtigen Umgebung entscheidend. Hilfsmittel Nummer eins ist dabei der Innenspiegel. Jedoch ist bei Fahrzeugen mit kleiner Heckscheibe, hervorgerufen durch aktuelle Designtrends, die Sicht nach hinten zusätzlich durch Kopfstützen, Mitfahrer und Dachholme eingeschränkt. Diese Faktoren können das Sichtfeld des Innenspiegels erheblich beeinträchtigen.

Der amerikanische Zulieferer Gentex Corporation bietet vor diesem Hintergrund einen neuen dualen Display-Innenspiegel an. Das intelligente System mit dem Kürzel FDM (Full Display Mirror) besteht aus einer nach hinten gerichteten Kamera und einem im Spiegel integrierten Video-Display zur Sichtoptimierung. Das bildgebende System besteht aus einem integrierten, dualen Display-Innenspiegel und einer kundenspezifischen Kamera, die laut Gentex speziell für die Automobilindustrie entwickelt und konstruiert wurde.

Leichtes Umschalten

Der Spiegel bietet eine bimodale Funktionalität: Im Spiegelmodus hat der Spiegel die Funktion eines normalen Innenspiegels. Zusätzlich verfügt der Spiegel - bei Nachtfahrten – über eine automatische Abblendfunktion, das heißt, digitale Lichtsensoren kommunizieren durch einen Mikroprozessor miteinander um den Spiegel bei grellem Licht automatisch abzudunkeln. Durch einen Umschaltmechanismus wird der Spiegel in den Displaymodus versetzt und ein klares, helles LCD Display mit einer breiten, hindernislosen Sicht nach hinten wird angezeigt. Falls die Kamera oder das Display einmal ausfallen sollten, kann das Produkt immer als ein normaler Spiegel genutzt werden. Der Fahrer kann selbst zwischen beiden Sichtweisen wechseln um die bevorzugte Ansicht - je nach Wetter- und Fahrverhältnissen - auszuwählen.

Videosysteme für die rückwärtige Sicht im Automobil erfordern laut Gentex einen hohen Dynamikumfang. Dieser ist das Verhältnis zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bereich im Sichtfeld der Kamera. Die Herausforderung liegt nach Angaben des Zulieferers darin, die Details der dunkelsten und hellsten Bereiche gleichzeitig in einer Bildgebung anzuzeigen, ohne aufgrund von zu hellen Lichtquellen den Displayinhalt zu überstrahlen. Diese so genannten ‚Washouts‘ sollen vermieden werden.

Spezieller Bildsensor

Die neue Gentex-Kamera soll diese Anforderungen erfüllen. Schlüssel sei dabei der firmeneigene CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor)-Bildsensor. Bei diesem Bildsensor soll jeder einzelne Pixel selbstständig die optimale Belichtung berechnen, sodass der hellste und dunkelste Teil im dargestellten Bild klar und deutlich erkennbar ist.

Je nach Wunsch des OEM befindet sich die Kamera im Heckspoiler, der Heckklappe, der dritten Bremsleuchte des Fahrzeugs oder in der sich auf dem Dach befindlichen Haifischantenne. Die Kamera ist ultraleicht und aerodynamisch optimiert. Zudem kann sie zum Schutz gegen widrige Wetterverhältnisse beheizt und oberflächenbehandelt werden.

Das duale Display-Spiegelsystem beinhaltet ebenfalls eine von Gentex konzipierte Bildbearbeitungs-Software, die zur Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung entwickelt wurde.

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