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Automobilzulieferer Gentex entwickelt digitale Spiegel für Aston Martin

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Der Automobilzulieferer Gentex und Aston Martin haben einen kamerabasierten Digitalspiegel entwickelt. Dieser soll in künftige Modelle des britischen Luxusautoherstellers integriert werden.

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Gentex und Aston Martin arbeiten zusammen an kamerabasierten Spiegelsysteme. Auf der CES in Las Vegas zeigte der Zulieferer einen Superleggera mit digitalem Innenspiegel.
Gentex und Aston Martin arbeiten zusammen an kamerabasierten Spiegelsysteme. Auf der CES in Las Vegas zeigte der Zulieferer einen Superleggera mit digitalem Innenspiegel.
(Bild: Gentex)

Gentex und Aston Martin haben einen kamerabasierten Digitalspiegel für künftige Aston-Martin-Modelle entwickelt. Die seitliche und rückwärtige Sicht wird über Kameras auf das im Innenspiegel integrierte Display übertragen. Der erste Prototyp des Systems war auf der Consumer Electronics Show 2020 in Las Vegas in einem Aston Martin DBS Superleggera zu sehen.

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Drei Kameras für sicheren Rundumblick

Das System, das in der Automobilindustrie auch als Kameraüberwachungssystem (engl. camera monitoring system, CMS) bekannt ist, soll mit drei Kameras einen sicheren Rundumblick um das Fahrzeug bieten. Für die seitliche Sicht sind Kameras, von außen unsichtbar, in den Außenspiegeln untergebracht. Für die rückwärtige Sicht befinde sich eine Kamera in der Heckscheibe oder in der Antennenflosse auf dem Dach. Die Bilder der drei Kameras werden laut Gentex dann in mehreren zusammengesetzten Ansichten auf dem im Innenspiegel integrierten Display gestreamt. Durch das weite Sichtfeld soll die allgemeine Fahrsicherheit erhöht werden. Die Entwicklung von Gentex und Aston Martin enthalte außerdem die Funktion, die Kamerabilder aus den Außenspiegeln automatisch der Sicht anzupassen. Wenn der Fahrer also die Außenspiegel einstellt, optimiere das System automatisch das Sichtfeld der Kameras so, dass der Fahrer die ideale Seitenansicht über die Außenspiegel hat. Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen sei Teil eines laufenden Entwicklungsprogramms: Künftig sollen die Displayspiegel in weiteren Aston-Martin-Modellen verbaut werden.

Für den aktuellen Prototypen übernahm laut Gentex der britische Luxusautohersteller das gesamte Design sowie die technische Leitung. Der Zulieferer integrierte die Kameras, die Bildverarbeitungssoftware und das Display im Innenspiegel und arbeitete dabei mit dem Außenspiegellieferanten Lumatech zusammen. Im Mittelpunkt der kombinierten des CMS stehe das von Gentex entwickelte Spiegelsystem „Full Display Mirror“ (FDM). Der FDM könne entweder als standardmäßiger, automatisch abblendbarer Rückspiegel oder als LC-Displayspiegel fungieren. Beim CMS könne der Fahrer zusätzlich zwischen verschiedenen Anzeigenmodi wählen, die die drei Kamera-Feeds in verschiedenen, kombinierten Sichten darstellen.

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