Vernetztes Fahren Geschäftsmodell aus Sensordaten entwickeln

Redakteur: Tanja Schmitt

Hella will datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln. Deshalb kooperiert der Zulieferer mit einem britischen Datendienstleister.

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Die Plattform von Wejo verarbeitet die Daten von rund elf Millionen vernetzter Autos.
Die Plattform von Wejo verarbeitet die Daten von rund elf Millionen vernetzter Autos.
(Bild: Wejo)

Im Fahrzeug finden sich viele Sensoren: zum Beispiel Radarsensoren, solche für das Klima im Innenraum oder für den automatischen Scheibenwischer. Viele davon generieren große Datenmengen. Um sie zu nutzen, arbeitet der Sensorhersteller Hella künftig mit Wejo zusammen. Das Unternehmen betreibt eine Plattform, die Daten von rund elf Millionen vernetzter Fahrzeuge verarbeitet. Erste Pilotprojekte planen die Unternehmen bereits.

Hella will vor allem neue datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln. Dafür „wollen wir fundierte Kompetenzen dafür entwickeln, wie wir Daten standardisieren, anreichern und auf dem Datenmarktplatz von Wejo in kommerziell verwertbare Produkte übertragen können“, beschreibt das Unternehmen in einer Meldung.

Im Zuge der Zusammenarbeit hat der Automobilzulieferer eine Minderheitsbeteiligung an Wejo erworben. Zur Höhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Über Wejo

Wejo wurde 2014 gegründet und hat seinen Hauptsitz im britischen Manchester. Kernprodukt des Unternehmens ist die Plattform für Daten vernetzter Fahrzeuge. Diese übermitteln rund 400.000 Datenpunkte pro Sekunde, zum Beispiel Bewegungsdaten, die Geschwindigkeit oder Position des Fahrzeugs. Wejo bereitet die Daten auf; nutzen können sie dann zum Beispiel Straßenverkehrsbehörden und Navigationsdienstleister.

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