Jobabbau Gewerkschaft und Ford einigen sich auf Eckpunkte in Köln

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Neue Streiks bei Ford in Köln sind vorerst abgewendet. Die Gewerkschaft und die deutsche Geschäftsführung haben sich auf Eckpunkte für die Zukunft des Standortes geeinigt. Jetzt muss Ford in den USA zustimmen.

Weitere Streiks bei Ford in Köln sind vorerst abgewendet.(Bild:  Stephen Petrat/IG Metall)
Weitere Streiks bei Ford in Köln sind vorerst abgewendet.
(Bild: Stephen Petrat/IG Metall)

Bei Ford in Köln sind weitere Streiks vorerst vom Tisch. Die IG Metall Köln-Leverkusen hat sich nach eigene Angaben mit der deutschen Geschäftsführung auf Eckpunkte für weitere Verhandlungen verständigt. „Dafür braucht es an der ein oder anderen Stelle nun eine Zustimmung aus der Konzernzentrale in den USA“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Ford Werke, Benjamin Gruschka. Einzelheiten nannte die Gewerkschaft nicht. Aus Protest gegen ein Stellenabbauprogramm hatte die IG Metall am vergangenen Mittwoch (14. Mai) einen eintägigen Streik organisiert, der die Arbeit weitgehend zum Erliegen brachte. Mit dem Tagesstreik habe die Kölner Ford-Belegschaft bewiesen, dass sie fest hinter ihrer Verhandlungskommission stehe, betonte die Gewerkschaft.

US-Geschäftsführung muss Plänen zustimmen

Das Unternehmen sprach in einer Mitteilung von deutlichen Fortschritten, die Ford in Deutschland in den Tarifverhandlungen mit seinen Sozialpartnern erzielt habe. Management, Gewerkschaften und Betriebsräte hätten eine erste Rahmenvereinbarung erarbeitet. „Im nächsten Schritt werden die Parteien die Zustimmung des globalen Mutterkonzerns Ford Motor Company einholen.“ Derzeit sei nicht mit weiteren Streiks im Werk Köln zu rechnen. Wenn die US-Geschäftsführung bereit sei, den Weg mitzugehen, werde man die Verhandlungen fortsetzen, sagte IG-Metall-Vertreter Frank Koch. „Wenn nicht, werden wir den Druck auf die Arbeitgeberseite weiter erhöhen müssen. Wir werden dann die Streiks fortsetzen und ausweiten.“

E-Autos aus Köln nicht rentabel

Von den aktuell etwa 11.500 Stellen will Ford 2.900 abbauen – bis Ende 2027. Die IG Metall fordert eine Kurskorrektur und hohe Abfindungen für die Beschäftigten, die freiwillig gehen oder deren Jobs an andere Firmen ausgelagert werden. Die Deutschlandtochter ist für den US-Mutterkonzern schon lange ein Verlustbringer. Ford baut in Köln zwei Elektroautos, deren Verkauf aber unter den Erwartungen liegt. 

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung