Wirtschaft Henn kauft Eisele Pneumatics

Redakteur: Svenja Gelowicz

Der Vorarlberger Zulieferer Henn übernimmt den Waiblinger Metallspezialisten. Es ist bereits der dritte Zukauf innerhalb von drei Jahren.

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Insolventer Zulieferer Eisele: Käufer gefunden.
Insolventer Zulieferer Eisele: Käufer gefunden.
(Bild: Eisele)

Der österreichische Automobilzulieferer Henn hat den insolventen Zulieferer Eisele Pneumatics samt dessen amerikanischen Tochtergesellschaft übernommen. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Metallspezialist aus dem baden-württembergischen Waiblingen mit etwa 100 Mitarbeitern hatte im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Nun soll Eisele Pneumatics als Tochterunternehmen des Zulieferers Henn wieder wachsen.

„Das Unternehmen ist spezialisiert auf Qualitäts-Anschlusskomponenten und beliefert weltweit zahlreiche Branchen. Wir starten am 1. März mit dem Betrieb und sind voller Tatendrang“, sagte Henn-Eigentümer Martin Ohneberg über die Akqusition von Eisele. Der Mitteilung zufolge überzeugte Ohneberg auch, dass die Verbindungstechnologie von Eisele nicht nur im Bereich Automotive verwendet würden, sondern auch in anderen Branchen wie der Robotik, der Medizintechnik, der Verpackungs- und Pharmaindustrie und bei erneuerbaren Energien.

Henn in Kauflaune

Henn beschäftigt etwa 460 Mitarbeiter und erwirtschaftete nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 120 Millionen Euro. Die Muttergesellschaft Henn Industrial Group hat 2018 bereits den sächsischen Zulieferer UFT Produktion und das Unternehmen TKW Molding aus Thüringen übernommen. Im Dezember hat TKW wiederum den chinesischen Zulieferer Froehlich Plastics Precision Production gekauft. „Wir möchten mit der TWK Molding unsere Präsenz in China weiter ausbauen und so die globalen Kunden auch am asiatischen Markt bedienen“, sagt Ohneberg. Nach der Vertriebspräsenz in Shanghai folgte damit eine Produktionsstätte in China.

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