Fahrbericht

Hyundai Staria 2.2 CRDi: Captain Future in voller Montur

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Ein Racer ist der Staria nicht. Dennoch können seine Passagiere zügig unterwegs sein. 185 km/h Spitze sind möglich, selbst dann halten sich die Wind- und Abrollgeräusche in Grenzen. Wer sich mit Tempo 130 begnügt, fährt komfortabel und vor allem mit geringerem Verbrauch. Der Durchschnitt im Alltag lag bei 9,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer, einen halben Liter über der WLTP-Angabe. Wer dagegen die Zügel schleifen lässt und Tempo macht, muss mit einem Konsum jenseits von 14 Liter rechnen. 75 Liter Treibstoffvorrat ermöglichen zumindest bei moderater Fahrweise lange Etappen.

Kameras vorne, hinten und im Inneren

Rangieren lässt sich der Staria denkbar einfach. Große Rückspiegel, Kamerabilder von vorn und hinten, die auf dem 10,25 Zoll großen Display am Armaturenbrett gezeigt werden, verhindern Parkrempler zuverlässig. Wird die Fahrt schneller, neigt der Van zu Empfindlichkeiten gegenüber Seitenböen, kein Wunder bei fünfeinviertel Metern Länge und zwei Metern Höhe.

Die Lenkung ist bei den folgenden Ausgleichbewegungen zu leichtgängig, auf kurvigen Landstraßen vermittelt sie jedoch gute Rückmeldungen. Die Bremsen arbeiten ebenso tadellos und mit guter Dosierbarkeit. Die Federung zeigt sich dagegen von der eher strammen Seite, böse Schlaglöcher wecken die Passagiere garantiert aus dem sanften Reiseschlummer.

Dann ist Zeit für Unterhaltung. Die erleichtert das serienmäßige Kommunikationssystem, das über Mikrofone und Lautsprecher die Worte von vorn nach hinten und umgekehrt verstärkt. Was überraschend natürlich klingt. Obendrein können die Hinterbänkler mit einer Kamera überwacht werden, deren Bilder im Cockpit sichtbar werden. Keine Chance also für die Rasselbande im Fond, Unfug zu stiften.

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Grundsätzlich wird der Staria mit zwei Schiebetüren ausgeliefert, die wie auch die große Heckklappe elektrisch öffnen und schließen. In den Dingen des Transports hält sich der große Van allerdings zurück. Je nach Einstellung der Sitze in der dritten Reihe bietet er 117 bis 431 Liter Kofferraumvolumen.

Auch bei der Anhängelast wird geknausert. Ob Allradantrieb oder nicht, maximal 1.500 Kilogramm darf der Hyundai auf den Haken nehmen. Immerhin sind 100 Kilogramm Stützlast erlaubt, die ja vom Anhängergewicht abgezogen werden. So dürfen immerhin 1,6 Tonnen getrailert werden.

Allradantrieb kostet extra

Die Ausstattung ist nahezu komplett. Navigation, Assistenzsysteme, eine Bose-Audio-Anlage, Lederbezüge, 18-Zoll-Leichtmetallräder und zahlreiche Komfortspender sind inkludiert. Nur der Allradantrieb kostet extra, das Panoramadach will mit 1.200 Euro bezahlt werden und für Metalliclackierungen sind 330 bis 950 Euro fällig. Damit ist der Staria um einen gut fünfstelligen Betrag günstiger als vergleichbar ausgestattete Vans von VW oder Mercedes.

Beim Leistungsvermögen und Verarbeitung steht er diesen keineswegs nach. Einzig die eingeschränkte Individualisierung und Variabilität des Innenraums (die Sitze hinten lassen sich nicht ausbauen) mag für manchen Kunden ein Manko darstellen.

Zumindest bei den Antrieben legt Hyundai aber nach. Ein kleinerer Diesel soll in Verbindung mit der geplanten Cargo-Version (ohne Fenster im Aufbau) folgen, außerdem stellt Hyundai den Betrieb mit Wasserstoff und einer Brennstoffzelle in Aussicht. Die wird allerdings frühestens Ende 2022 an den Start gehen.

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