CO2-Neutralität „Ich halte ein Verbrenner-Verbot schlichtweg für falsch“

Autor Claus-Peter Köth

Elring-Klinger-Vorstandschef Stefan Wolf wirbt für Technologieoffenheit. Er ist überzeugt davon, dass wir in den nächsten Jahrzehnten noch unterschiedliche Antriebssysteme nebeneinander sehen werden – vor allem außerhalb Europas.

Elring-Klinger-Chef Stefan Wolf: „Ich halte es für falsch, dass viele Unternehmen und Institutionen nicht technologieoffen sind.“
Elring-Klinger-Chef Stefan Wolf: „Ich halte es für falsch, dass viele Unternehmen und Institutionen nicht technologieoffen sind.“
(Bild: Elring Klinger)

Herr Dr. Wolf, mit welchen Technologien unterstützt Elring-Klinger die Automobilindustrie auf ihrem Weg zur Klimaneutralität?

Im Oktober 2020 haben wir mit Plastic Omnium das Joint Venture EKPO Fuel Cell Technologies zur Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellenstacks gegründet. Hier konnten wir vor allem im Lkw-Geschäft einige vielversprechende Entwicklungsprojekte starten. Wir sind froh, dass das so gut läuft. Es zahlt sich aus, dass wir bereits vor 20 Jahren begonnen haben, in dieses Feld zu investieren. Wir sind einer der wenigen Automobilzulieferer, der die Transformation bereits hinter sich hat.

Inwiefern?

Wir haben auch im Batteriegeschäft bereits über zehn Jahre Erfahrung und fertigen heute verschiedene Komponenten und Module. Im März dieses Jahres haben wir von einem globalen Batteriehersteller einen Großauftrag bekommen: Er bezieht von uns Zellkontaktiersysteme für seine neue Fabrik in Deutschland. Verteilt über die nächsten neun Jahre sprechen wir von einem Volumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Unsere Strategie, die Fertigung von Komponenten, Modulen und Systemen, funktioniert. Je nachdem, was der Kunde will, können wir flexibel liefern.