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Karriere IHK: Ohne Abitur zum Hochschulniveau

| Redakteur: Jens Scheiner

Die Abschlüsse Betriebswirt IHK und Technischer Betriebswirt IHK sind seit April gleichauf mit dem Master.

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Studierende an der IHK München und Oberbayern.
Studierende an der IHK München und Oberbayern.
(Bild: IHK Akademie München und Oberbayern )

Für Arbeitnehmer ist es wichtig zu wissen, ob der jeweilige Abschluss den Arbeitgeber überzeugt, wenn es um den ersten Schritt nach oben auf der Karriereleiter geht. Absolventen der Praxisstudiengänge Technischer Betriebswirt IHK und Betriebswirt IHK wissen nun wieviel ihr Abschluss wert ist: Auch ohne Abitur und mit Fokus auf Praxiserfahrung erreichen sie hier laut dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR), der die Orientierung im deutschen Bildungssystem erleichtern soll, Master-Niveau. Der Technische Betriebswirt IHK richtet sich an Meister, Techniker, Technische Fachwirte, Medienfachwirte und Ingenieure mit Berufserfahrung. Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Betriebswirts IHK sind Fachwirte und Fachkaufleute, die bereits in Führungspositionen arbeiten oder diese erreichen möchten.

Die beiden IHK-Abschlüsse wurden im April 2016 vom Deutschen Qualifikationsrahmen DQR auf Niveau sieben von insgesamt acht eingestuft – dem gleichen Niveau, dem auch der Master zugeordnet ist. Der DQR ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz entwickeltes Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des deutschen Bildungssystems. Er soll zudem zur Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen.

Stefan Oblinger ist Mitarbeiter der Audi AG und Dozent des Technischen Betriebswirtes IHK. Im Jahr 2011 hat er selbst den „TBW“ absolviert. Oblinger erklärt den wesentlichen Unterschied zwischen den Praxisstudiengängen der IHK Akademie und dem Hochschulstudium: „Beim Betriebswirt IHK und beim Technische Betriebswirt IHK steht der Anwendungsbezug immer im Zentrum. Natürlich spielt auch die Vermittlung von theoretischem Wissen eine Rolle, allerdings geht es um die Theorie, die auch wirklich in der täglichen Praxis benötigt wird. Das zeigt sich unter anderem darin, dass anstelle des Abiturs, Berufserfahrung die wesentliche Zulassungsvoraussetzung für die beiden Studiengänge ist.“

Weitere Informationen zu den Praxisstudiengängen.

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