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Veranstaltung Ingenics feiert zehnjähriges Bestehen in China

| Redakteur: Thomas Günnel

Das Beratungsunternehmen Ingenics hat das zehnjährige Bestehen seiner ersten chinesischen Niederlassung mit der Veranstaltung „Shanghai Talks“ gefeiert.

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Raymond Brady, Ingenics; Andreas Nikolaus, SAP; Dr. Sebastian Schlund, IAO; Dr. Jens Nitsche, Ingenics und Oliver Herkommer, Ingenics, (v.l.) bei der Podiumsdiskussion der Shanghai Talks.
Raymond Brady, Ingenics; Andreas Nikolaus, SAP; Dr. Sebastian Schlund, IAO; Dr. Jens Nitsche, Ingenics und Oliver Herkommer, Ingenics, (v.l.) bei der Podiumsdiskussion der Shanghai Talks.
(Foto: Ingenics)

Oliver Herkommer, Vorstandsvorsitzender der Ingenics AG, und Raymond Brady, Geschäftsführer der chinesischen Tochtergesellschaft Ingenics Consulting Co., Ltd., begrüßten in Shanghai rund 120 Gäste. Neben großen und mittelständischen internationalen Unternehmen wie Jaguar Land Rover oder SAP waren zahlreiche chinesische Unternehmen vertreten.

Herkommer ging auf den zehnten Jahrestag der Gründung der Ingenics Consulting Shanghai als eigenständige Tochtergesellschaft ein. Er dankte sowohl Raymond Brady und seinem Team für ihr großes Engagement in zahlreichen erfolgreichen Projekten und den Shanghaier Behörden. Anschließend referierte er über aktuelle Erfahrungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Thema Industrie 4.0. Ingenics-Partner und Direktor für Forschung und Entwicklung, Dr. Jens Nitsche bezog sich in seinem Grundsatzreferat „Industrie 4.0 zwischen Hype und Revolution“ zunächst auf Chancen und Risiken im Umfeld von Industrie 4.0 und die Spannweite der einzelnen Ausprägungen, die mit dem Begriff verbunden werden. Weitere Schwerpunkte seines Vortrags waren Big Data, die Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration sowie die Logistik.

Industrie 4.0 in China

Prof. Chen Ming, Professor von der Deutsch-Chinesischen Hochschule für Angewandte Wissenschaften an der Tongji-Universität, Shanghai, skizzierte, wie China das Thema Industrie 4.0 interpretiert und wie man mit den politischen Vorgaben umgeht. Dr.-Ing. Sebastian Schlund, Leiter Competence Center Produktionsmanagement am Stuttgarter Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), bezog sich auf die von Ingenics und IAO gemeinsam durchgeführte repräsentative Studie „Industrie 4.0 – Eine Revolution der Arbeitsgestaltung – Wie Automatisierung und Digitalisierung unsere Produktion verändern werden.“

Selbst organisierende Systeme

Für seinen Vortrag über die Produktionsmethoden der Zukunft erweiterte er die Perspektive, indem er vor allem das Rationalisierungspotenzial sich selbst organisierender Cyber-Physical-Systems (CPS) in den Blick nahm: „Den größten Umbruch in der Fabrik 4.0 erwarten wir von den Fähigkeiten der CPS. Um auch bei kleinen Stückzahlen effizient arbeiten zu können, benötigen wir autonome, sich selbst konfigurierende und räumlich verteilte Produktionsressourcen inklusive der Planungs- und Steuerungssysteme, die über die gesamte Wertschöpfungskette ihre Bearbeitungsschritte planen sowie die benötigten Materialien und Anlagenkapazitäten reservieren.“ Auch bei Andreas Nikolaus, Chief Solutions Architect, Active Global Support von der SAP SE, Peking, stand die Rolle der selbstorganisierenden Produktion und der autonomen Systeme im Mittelpunkt. Nach diesen vier Vorträgen fasste Brady die wichtigsten Aspekte zusammen und moderierte die abschließende Diskussion mit Experten und Publikum.

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