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IZB 2016 erfolgreich beendet

| Redakteur: Thomas Günnel

Gestern (20. Oktober) ist die Internationale Zuliefererbörse zu Ende gegangen. Neben alternativen Antrieben und Werkstoffen lag der Schwerpunkt der Messe auf dem Thema „Digitalisierung der Mobilität“.

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Die diesjährige Internationale Zuliefererbörse (IZB) ist beendet – der Veranstalter verzeichnet eine erfolgreiche Messe.
Die diesjährige Internationale Zuliefererbörse (IZB) ist beendet – der Veranstalter verzeichnet eine erfolgreiche Messe.
(Bild: Automobil Industrie/Thomas Günnel)

Die diesjährige IZB ist zu Ende. Groß war die Resonanz auf die Sonderausstellung zum Messeschwerpunkt „Digitalisierung der Mobilität“, wo zum Beispiel Sony, Asus und Sharp mit Anwendungen verdeutlichten, wie Mikroelektronik mit intelligenten Sensoren, Prozessoren und Aktuatoren neue Mobilitätslösungen ermöglicht. Mit E-Lead Electronic stellte zum ersten Mal ein Unternehmen aus Taiwan auf der IZB aus. Mit dem „Premium High Resolution Projector HUD“ brachte das Unternehmen eine Weltneuheit mit nach Wolfsburg: Das hochauflösende Head-up-Display verfügt über eine Projektionsdistanz von 2,5 Metern. Es ist eine von insgesamt 46 Weltpremieren, die auf der Messe zu sehen waren. Erstmalig stellte auch Samsung aus, einer der weltweit führenden Hersteller von Halbleitern, Telekommunikation und digitalen Medien.

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Elektro-Vorreiter Skandinavien

Zu den Nationen, die in diesem Jahr erstmalig mit Zulieferunternehmen auf der IZB vertreten waren, zählen neben Taiwan die Slowakei, Moldawien, Schweden, Finnland und Norwegen. Skandinavien ist Vorreiter bei der Elektromobilität: Bereits heute sind dort weit über 100.000 E-Autos unterwegs. Kein anderes Land fördert den Kauf von Elektro-Autos so konsequent wie Norwegen – im Jahr 2015 lag dort der Anteil von E-Autos an den Neuzulassungen bei 18 Prozent. Mit der norwegischen Sapa Group stellte der Weltmarktführer für Aluminiumlösungen auf der IZB aus und brachte eine Weltneuheit mit: besonders leichte Bremsdruckleitungen aus einer hochfesten Aluminiumlegierung.

Durch eine Zusammenarbeit von „Business Sweden“, der offiziellen Wirtschaftsvertretung Schwedens in Deutschland, und dem schwedischen Zulieferverband FKG, präsentierte sich Schweden als starker Partner der Autozulieferindustrie. An zwei Gemeinschaftsständen stellten schwedische Unternehmen zukunftsweisende Innovationen vor: mit Unternehmen der Metallverarbeitungsindustrie und mit einem Stand an dem unter anderem der Netzwerkausrüster Ericsson und der Oberflächenspezialist Applied Nano Surfaces ausstellten. Nach Deutschland und Spanien war Italien mit den meisten Ausstellern vertreten. Dazu zählte der lombardische Firmenverbund Teamwork, der sieben Unternehmen mit insgesamt circa 800 Mitarbeitern repräsentiert. Das Produktportfolio der Zulieferer umfasst unter anderem Scharniere, Orbitalpumpen und weitere automobile Komponenten.

Norddeutscher Zulieferer-Cluster

Auf einem 150 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand präsentierten 17 ausgewählte Unternehmen aus den Zuliefererclustern im Dachverband Automotive Nord e.V. die norddeutsche Automobilwirtschaft. Niedersachsen als Wirtschaftsstandort für die Automobilindustrie wurde durch 60 Zulieferunternehmen repräsentiert. Beispielsweise stellte die Braunschweiger c4c Engineering GmbH mit ihrer „RedBox“ einen Simulator vor, der Car2X-Kommunikation in unterschiedlichen Szenarien bereits heute erlebbar macht. Wie im Zuge der Digitalisierung eine neue Unternehmenskultur zu neuen innovativen Produkten führt, zeigt GE-T, ein Spin-off der Wolfsburger ES-Tec GmbH: „Wir sind ein klassischer Mittelständler, der sich getraut hat, die kreativsten Mitarbeiter zu einem Spin-off zusammenzufassen, der weitgehend eigenständig an innovativen Projekten arbeitet. Ein Ergebnis sind laut Unternehmen individualisierbare Lenkräder, mit denen die aktuelle Variantenvielfalt signifikant sinken könne. Marc Wille, Geschäftsführer der ES-Tec: „Wir erleben die Messe sehr positiv, weil man mehr Flexibilität bei Volkswagen erkennen kann und wir hier durchaus Möglichkeiten entdecken, querzudenken und vielleicht auch mit anderen mittelständischen Lieferanten Strategien für Lösungen zu entwickeln“.

Wie in den vergangenen Jahren informierte eine „JobWall“ über aktuelle Jobangebote der Zulieferer. Rund 2.500 Schüler, Studenten, Absolventen und Young Professionals nutzten am Donnerstag die Gelegenheit, in direkten Kontakt mit den Personalverantwortlichen der ausstellenden Unternehmen zu treten. Etwa 49.800 Fachbesucher aus aller Welt nutzten die Gelegenheit, vor Ort die Markt- und Innovationspotenziale dieses Mega-Trends in der Automobilindustrie auszuloten. Rund 800 Aussteller aus insgesamt 32 Nationen waren vertreten. Julius von Ingelheim, Sprecher des Vorstands der Wolfsburg AG, erklärte dazu: „Mit der „Digitalisierung der Mobilität“ haben wir das aktuell beherrschende Thema der Zulieferbranche in den Mittelpunkt der Messe gerückt. Bei der Konzeption der Produkte, der Produktionsplanung und natürlich auch bei der Ausbildung führt künftig an der Digitalisierung kein Weg vorbei.“

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