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Wirtschaft Jaguar Land Rover: Die nächste Attacke

| Autor / Redakteur: Jens Meiners / Claus-Peter Köth

Mit dem neuen Jaguar XE zündet Jaguar Land Rover die nächste Stufe seiner Attacke auf die Premiumhersteller. Die Briten wollen vor allem mit Technologie und Design punkten. Bis 2020 soll sich die Zahl der verkauften Autos nahezu verdoppeln.

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Bis zum Jahr 2020 soll sich die Zahl der verkauften Jaguar nahezu verdoppeln.
Bis zum Jahr 2020 soll sich die Zahl der verkauften Jaguar nahezu verdoppeln.
(Foto: Jaguar Land Rover)

Ralph Speth, Chef von Jaguar Land Rover (JLR), war nicht erfreut. Auf der Automesse in Shanghai trat der Landwind X7 bereits zum zweiten Mal auf – nach dem Debüt in der Stadt Kanton (Guangzhou) im Süden von China im vorigen November. Das einfach konstruierte SUV ist dem Range Rover Evoque wie aus dem Gesicht geschnitten. „In China wird man nicht geschützt“, konstatiert der Manager verärgert. Der Unmut ist verständlich. Denn JLR investiert dort hohe Summen. Gemeinsam mit dem lokalen Hersteller Chery haben die Briten ein Joint Venture aus der Taufe gehoben; dort soll der Range Rover Evoque vom Band rollen.

Rasante Internationalisierung

China ist nicht das einzige Land, in dem der seit 2008 zum indischen Tata-Konzern gehörende Automobilhersteller neue Standorte plant. Neben dem britischen Stammsitz und einem indischen Werk in Pune wollen die Briten ein Montagewerk in Brasilien bauen. Der südamerikanische Standort soll das indische Werk „spiegeln“; Jaguar Land Rover verspricht sich davon eine deutlich höhere Präsenz in dem langfristig wachsenden Markt. Der Hersteller fertigt außerdem in Kenia, Malaysia, Pakistan und der Türkei; in Saudi-Arabien wird ein weiterer Standort geprüft.