Fahrbericht

Jaguar XF Sportbrake: Wildkatze mit Rucksack

| Autor / Redakteur: Walther Wuttke/Ampnet / Jens Scheiner

Mit dem Jaguar XF Sportbrake wollen die Briten nun auch im Segment der Businesskombis mitmischen.
Mit dem Jaguar XF Sportbrake wollen die Briten nun auch im Segment der Businesskombis mitmischen. (Bild: Sven Prawitz/»Automobil Industrie«)

Der Jaguar XF Sportbrake will mit großzügigem Platzangebot, einer noblen Ausstattung und eleganter Optik in der Klasse der Businesskombis ein Wörtchen mitreden. Wir haben den Briten getestet.

Keine andere Premiummarke hat sich in den vergangenen Jahren so verändert wie Jaguar. Der früher vor allem für seine luxuriösen Limousinen und edlen Sportwagen bekannte Hersteller hat sich ein umfangreiches Portfolio zugelegt, das inzwischen fast alle Segmente abdeckt. Heute gehören – früher unvorstellbar – auch Kombis zur Modellpalette des britischen Herstellers, der seit der Übernahme durch den indischen Tata-Konzern auf einer scheinbar nicht enden wollenden Erfolgswelle surft.

Sportlich und praktisch zugleich

Es gehört dabei zum Selbstverständnis der Briten, dass man keinen einfachen Kombi auf den Markt rollt. Die Steilheck-Version der XF-Limousine heißt deshalb auch Sportbrake und definiert sich als „Premium-Business-Kombi“. Wobei das „Brake“ in Sportbrake nichts mit einer Bremse gemein hat, sondern vielmehr die französische Kutschenform „Break“ aufgreift, die in Großbritannien zum „Brake“ mutierte. Gebremst ist in der Tat kaum etwas am XF Sportbrake. Vielmehr zeigt schon die gestreckte Karosserie (cw-Wert 0,29), dass dieser Jaguar zwar ein großzügiges Kofferabteil im Heck mit sich führt, ansonsten aber ganz in der sportlich geprägten Tradition der Marke steht.

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Jaguars Chefdesigner Ian Callum gelang mit dem Sportbrake eine Form, die die inneren Werte eines Kombis erreicht, zugleich aber fast wie ein viertüriges Coupé wirkt. Dabei wurde die Frontpartie vollständig von der Limousine übernommen, während die nach hinten abfallende Dachlinie in einer breiten Heckklappe aus Polymer-Material endet. Dahinter verbirgt sich ein großzügiges Gepäckabteil. Obwohl der XF Sportbrake genauso lang ist wie die Limousine, wirkt die Kombivariante optisch gestreckter und dynamischer.

Dabei kamen die praktischen Werte nicht zu kurz. Mit einem Inhalt von 565 bis 1.700 Litern reicht das Gepäckabteil auch für den längeren Familienurlaub. Zudem stören keine Radkästen und die Öffnung ist angenehm breit, so dass auch Sperriges problemlos transportiert werden kann. Trotz der flachen Dachlinie leiden die Passagiere im Fond nicht unter beengten Platzverhältnissen. Im Gegenteil: Kopf- und Kniefreiheit fallen angenehm großzügig aus.

Verschachteltes Infotainment

Dank der Ledersitze mit gutem Seitenhalt und den edlen Materialien vermittelt der Jaguar-Kombi die Atmosphäre eines britischen Clubs, die freilich mit modernen Instrumenten kombiniert wurde. Das ist allerdings nicht immer glücklich, wenn sich der Fahrer – das gilt nicht nur für Jaguar – erst durch diverse Menüpunkte arbeiten muss, bis endlich die gewünschte Einstellung auf dem zentral angeordneten Bildschirm erteilt. Es erscheint in der Tat widersinnig, dass der Einsatz des Smartphones (zu Recht) mit einem Bußgeld belegt wird, die Suche auf dem Bildschirm und die damit verbundene Ablenkung aber inzwischen zum (lästigen) Alltag gehört. Neben dem Bildschirm blickt der Fahrer auf eine aufgeräumte Instrumentensammlung, auf der sich problemlos die wichtigsten Daten ablesen lassen.

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Unter der Haube arbeitet ein aufgeladener Zwei-Liter-Vierzylinder, der seine Kraft wie bei Jaguar üblich an die Hinterräder vermittelt – Dennoch ist der Sportbrake auch mit Allradantrieb erhältlich. Dank des aufwendigen Fahrwerks registrieren die XF-Insassen ein angenehm ausgeglichenes Fahrverhalten, bei dem sich nur selten die Defizite der Infrastruktur störend bemerkbar machen. Auch die Akustik bleibt britisch zurückhaltend und stört nicht die angenehme Atmosphäre. Dabei spielt die serienmäßige Luftfederung hinten eine entscheidende Rolle. Am Ende entsteht eine gute Mischung aus Komfort und Dynamik.

Ausgewogenes Fahrgefühl

Übertragen wird die Leistung von 184 kW/250 PS durch eine präzise und unauffällig schaltende Acht-Gang-Automatik aus dem Hause ZF, für die die beiden Einstellungen „Dynamic“ mit schnelleren Gangwechseln und „Eco“ bereitstehen. In beiden Einstellungen ist der Jaguar zügig unterwegs und wird seinem Ruf als dynamischer Vertreter seiner Zunft gerecht. Die Kraftentfaltung vollzieht sich unaufgeregt, und man ist gut beraten, den Tacho im Blick zu behalten, um das Flensburger Punktekonto nicht zu belasten.

Zwischen null und 100 km/h vergehen knappe 6,9 Sekunden, und die maximale Geschwindigkeit ist bei 241 km/h erreicht. So reiht sich der Jaguar problemlos in die deutsche ABM-Fraktion (Audi, BMW, Mercedes) auf der linken Spur ein. Angesichts der Fahrleistungen überrascht der XF am Ende mit einem unerwartet niedrigen Benzinverbrauch. Im Mix aus Landstraße, Autobahn und Stadtverkehr konsumierte der Testwagen 7,7 Liter und lag so nur 0,1 Liter über dem von Jaguar versprochenen Wert. Die Preisliste für den Jaguar XF Sportbrake beginnt bei 44.540 Euro, in der getesteten Version 25t und der Ausstattung Portfolio wechseln 58.140 Euro den Besitzer.

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