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Wirtschaft KSM Castings Group beantragt Insolvenz

| Autor: Jens Scheiner

Die KSM Castings Group hat am 2. Juli 2020 beim Amtsgericht Hildesheim ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens will sich der Zulieferer restrukturieren und neu aufstellen.

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Die KSM Castings Group hat am 2. Juli 2020 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
Die KSM Castings Group hat am 2. Juli 2020 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
(Bild: KSM Castings Group)

Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ist die Pkw-Produktion in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Infolge des Markteinbruchs mussten zahlreiche Zulieferer in Deutschland Insolvenz anmelden.

Nun hat es auch die KSM Castings Group erwischt: Am 2. Juli 2020 hat der Automobilzulieferer beim Amtsgericht Hildesheim eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens will sich der Zulieferer restrukturieren und neu aufstellen.

Die KSM Castings Group beschäftigt in Deutschland und Tschechien insgesamt rund 2.350 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 360 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind allerdings nur die vier Produktionsstandorte in Hildesheim, Wuppertal, Radevormwald und Wernigerode mit insgesamt 1.800 Mitarbeitern betroffen.

Das operative Geschäft sei dem Unternehmen zufolge von dem Schutzschirmverfahren nicht betroffen. Die Komponentenproduktion und -auslieferung an Automobilhersteller und Zulieferer laufe ohne Einschränkungen weiter, hieß es.

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE