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Leichtbau-Gipfel 2016 Laserverfahren nehmen an Bedeutung zu

| Redakteur: Jens Scheiner

In der Fachsession Fertigung stellten die vier Unternehmen EDAG Engineering, Laser Zentrum Nord, Trumpf Laser- und Systemtechnik und Hufschmied Zerspanungssysteme unterschiedliche Fertigungsverfahren für den hybriden Leichtbau vor.

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Mirko Bromberger, Marketing Director bei Altair Engineering, moderierte die Session Fertigung.
Mirko Bromberger, Marketing Director bei Altair Engineering, moderierte die Session Fertigung.
(Foto: Stefan Bausewein)

Moderiert wurde die Session von Mirko Bromberger, Marketing Director bei Altair Engineering. Er übergab das Wort an Eric Fritzsche, Entwicklungsingenieur CC Leichtbau, Werkstoffe und Technologien bei EDAG Engineering. Fritzsche ging am Anfang seines Vortrages kurz auf die Bedeutung des 3D-Drucks im Fahrzeugbau ein. Der 3D-Druck in Kombination mit klassischen Fertigungsverfahren wird bis zum Jahr 2020 – 2025 eine immer größere Rolle einnehmen. „Im Automobilbau gibt es eine immer größere Variantenvielfalt, sei es durch Individualisierung, Diversifizierung und alternative Antriebssysteme, die allesamt neue und verschiedene Anforderungen auf die Karosserie mit sich bringen werden“, erläuterte Fritzsche. Bislang wurde immer versucht eine einheitliche Struktur zu entwerfen, die verschiedene Lasten tragen kann. EDAG wollte diesem Trend der einheitlichen Struktur entgegenwirken, indem das Unternehmen individuelle Strukturen durch additive Fertigung anbietet.

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EDAG Light Cocoon

Zu sehen ist dies am „EDAG Light Cocoon“. Um dieses Spaceframe-Konzept zu realisieren arbeitete der Engineering Dienstleister eng mit verschiedenen Partnern zusammen. Bei diesem Projekt war die Firma Concept Laser, das Laserzentrum Nord und die BLM Group beteiligt. Die tragende Grundstruktur des Spaceframe muss ebenfalls verschiedene Lastfälle wie beispielsweise Biege- und Torsionssteifigkeit erfüllen. Spaceframes bestehen aus Profilen, welche an Knoten miteinander verschweißt werden. Die Knoten werden durch generative Fertigung gewichtsoptimiert und individuell gefertigt. Vorteil bei dem 3D-Druck ist die Freiheit in der Konstruktion der Bauteile. Jedes Teil kann individuell und werkzeugarm auf die verschiedenen Bedürfnisse hergestellt werden. Ziel ist es, so wenig Material wie möglich einzusetzen. Dennoch soll die Struktur im Falle eines Crashes bestimmte Werte einhalten. Aus diesem Grund wurde an bestimmten Teilen im Frontbereich ein Lochbildbeschnitt vorgenommen, um die Aufprallenergie zu absorbieren. Generative Fertigungsverfahren werden das Rapid Prototyping verlassen und die klassischen Fertigungsverfahren um eine neue Dimension erweitern und den Weg in den Leichtbau 2.0 mitbestimmen. Nach den Ausführungen von Eric Fritzsche übernahm Dipl.-Ing. Frank Beckmann, vom Laser Zentrum Nord. Beckmann ging kurz auf die Herstellung einzelner Bauteile ein. Angewandt werden beim Laser Zentrum Nord die Verfahren: Laser-Schneiden, Biegen, der 3D-Druck und das Fügeverfahren. Alle Verfahren laufen vollautomatisiert ab. Um diese Verfahren für die Serie einsetzen zu können muss laut Beckmann die Produktivität der Laserdruckanlagen noch weiter ansteigen. Die Anlagenhersteller arbeiten an der Erweiterung der Bauräume sowie an Strategien zur Belichtung.

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