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Leichtbau-Gipfel 2015 Leichtbau in der Tradition von Henry Ford

| Redakteur: Christian Otto

Auch in diesem Jahr bereicherte Dr. Jürgen Wesemann, Technischer Leiter Materialkonzepte und bei Ford für die Abteilung Vehicle Technologies & Materials zuständig, den Würzburger Leichtbau-Gipfel mit seinen Ausführungen. Er ging dabei auf Werkstoffkonzepte für den Karosseriebau ein und verwies auf die lange Leichtbau-Tradition im Hause Ford.

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Dr. Wesemann von Ford konnte auf die lange Leichtbau-Geschichte des OEM verweisen und aktuelle Projekte vorstellen.
Dr. Wesemann von Ford konnte auf die lange Leichtbau-Geschichte des OEM verweisen und aktuelle Projekte vorstellen.
(Foto: Stefan Bausewein)

Wesemann leitete mit einem Zitat von Henry Ford ein, der schon früh die Kausalität zwischen Gewichtseinsparung durch Leichtbaumaterialien und die daraus resultierenden Kostenreduzierung prägte. So wurde selbst beim Model T auf die Materialauswahl geachtet und im Zeitverlauf zwischen der ersten Version 1915 und dem Folgemodell 1925 gerade beim Stahlanteil eine Minderung von 63 auf 47 Prozent erreicht.

Heute greife Ford auf diverse Werkstoffoptionen für die Rohkarosserie zurück. Neben hochfesten Stählen, wie beim Focus oder Aluminium beim F 150 ist die Mischbauweise eine dritte Variante. Dr. Wesemann legte dann einen Fokus auf die Entwicklung des Stahls im Automobilbau und berichtete unter anderem von der Edelstahl-Rohkarosserie, die zu 30 Prozent Gewichtseinsparung führte, infolge der enorm steigenden Nickelpreise allerdings nicht mehr kosteneffizient war.

Erfolgreiche Serien-Lösungen

Eine weitere Serien-Lösung zeigte der Ford-Ingenieur mit der Verwendung von warmumgeformten Stählen in der Karosseriestruktur auf. Dort nutzte der OEM bei dem Ford Galaxy und S-MAX schon 2006 Standard Bohrstahl Technologien um das Gewicht an der B-Säule stark zu senken. Eine Weiterentwicklung dieses Ansatzes findet sich seit 2011 im Focus in Form der warmumgeformten „Tailor Rolled Blanks“, die nochmals 1,4 Kilogramm pro Fahrzeug brachten. Auch bei der Herstellung beschrieb Dr. Wesemann mit der Innenhochdruck-Warmumformung eine Kombination der Vorteile von Warmumformung und Hochdruckumformung.

Natürlich ist auch bei Ford Aluminium ein wichtiges Thema. Vor allem bezüglich der Leichtbau-Aluminium Motorhauben sammelte der Ford Motor Company laut Wesemann weitreichende Erfahrung. Zudem bildeten Aluminiumkarosserien diverse Meilensteine der Marke, beispielsweise 1998 mit dem Ford P2000 und dessen selbsttragender Aluminium-Karosserie mit Aluminium-gerechten Designlösungen.

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