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Volkswagen/ThyssenKrupp Steel Leichtbau mit neuartigem Werkstoff

| Redakteur: Thomas Günnel

Das Volkswagen-Team ist mit seinem World Rally Car Weltmeister der FIA World Rally Championship 2013. Ausgehend vom Serien-Polo wurde Gewicht reduziert – in Zusammenarbeit mit ThyssenKrupp Steel.

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Rallyetauglicher Leichtbau: Volkswagen und ThyssenKrupp Steel haben eine Motorhaube aus einem neuartigen Hybridwerkstoff entwickelt.
Rallyetauglicher Leichtbau: Volkswagen und ThyssenKrupp Steel haben eine Motorhaube aus einem neuartigen Hybridwerkstoff entwickelt.
(Foto: Volkswagen)

Beide Unternehmen entwickelten eine Frontklappe aus dem Hybridwerkstoff Litecor. Dieser ist besonders biege- und beulsteif und kombiniert die Festigkeit von Stahl mit dem Gewicht von Kunststoff. Die Motorhaube des Rennwagens wurde so fast zwei Kilogramm leichter. Ab dem Jahr 2017 will ThyssenKrupp den Werkstoff auch für die Serienfertigung des Volkswagen Polo liefern.

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Für Mischbauweisen geeignet

Damit der Werkstoff seine Eigenschaften ausspielen kann, wird ein leichter Polymerkern schubsteif mit zwei Stahldeckblechen zu einem stabilen Sandwich vereint. Das Sandwich-Material eignet sich laut Hersteller dann für den Leichtbau flächiger Bauteile mit hohen Steifigkeitsanforderungen, etwa an Dach, Tür, Heckklappe und Motorhaube – und auch für Mischbauweisen. Die Schichten des Stahlsandwichs trennen sich auch bei komplexen Formänderungen nicht. Falzen und Bördeln sind ebenso möglich wie das Einbringen von scharfen Designlinien. Außerdem ist das neue Produkt mechanisch mit und ohne Kleberstoff fügbar. Derzeit arbeitet ThyssenKrupp an der Widerstandpunktschweißbarkeit von Litecor.

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