Suchen

IAA Nutzfahrzeuge Leoni präsentiert neue Verbindungstechnik

| Redakteur: Sven Prawitz

Mit dem Magnetpuls-Crimp-Verfahren präsentiert Leoni eine neue Verbindungstechnik. In der Entwicklung hat man eng mit dem französischen Unternehmen Bmax zusammengearbeitet.

Firma zum Thema

Durch die Entladung gespeicherter elektrischer Energie erzielt das MPC-Verfahren eine Verformung des Crimp-Kontakts.
Durch die Entladung gespeicherter elektrischer Energie erzielt das MPC-Verfahren eine Verformung des Crimp-Kontakts.
(Bild: Leoni)

Leoni intensiviert die Erforschung der Magnetpuls-Technologie. Dafür arbeitet der Bordnetzspezialist mit Bmax, einem Hersteller von Magnetpuls-basierten Systemen für Serienproduktionen, zusammen. Die Partner forschen gemeinsam an der Magnetpuls-Crimp-Technik (MPC). MPC ist ein neues Verfahren zur robusten und zuverlässigen Verbindung von Aluminiumleitung und Kupferkontakt.

Alternative zum mechanischen Crimpen

Die Technik gilt als Alternative zum mechanischen Crimpen und Ultraschallschweißen, das durch die Entladung gespeicherter elektrischer Energie eine magnetische Verformung erzielt. Eine elektromagnetische Spule, die nahe am Werkstück platziert ist, ersetzt den in der klassischen Formtechnik verwendeten Stempel. Sobald das System einen intensiven magnetischen Puls generiert, wird das Werkstück durch das Magnetfeld der Spule mit hoher Geschwindigkeit beschleunigt. Die extreme Geschwindigkeit und Impulswirkung sorgen für eine starke plastische Verformung des runden Verbindungselements. Es wird auf den Kontakt gepresst und soll so robuste Schnittstellen zwischen Aluminium und Kupfer schaffen, zum Beispiel für Steckverbinder.

Vergleichbare Zykluszeiten

Die Zykluszeit des MPC-Verfahrens ist mit dem mechanischen Crimpen oder Ultraschallschweißen vergleichbar. Es ist jedoch kein mechanischer Kontakt mit den Werkstücken erforderlich. Dadurch sollen Oberflächenkontamination, Bearbeitungsspuren und Verschleiß der MPC-Werkzeuge verhindert werden.

Die Leoni MPC-Schnittstelle bietet zwei unterschiedliche konstruktive Lösungen, beide ermöglichen elektrische und physikalische Verbindungen. Sowohl die „Tubular Neutral Junction“ (TNJ), als auch die „Deep Drawing Neutral Junction“ (DDNJ) kontaktieren das Aluminiumkabel und sollen galvanische Korrosion verhindern. Laut Unternehmensangaben können damit nahezu alle verfügbaren Kontakte mit dem Kabelsystem verbunden werden.

Die neue Verbindungstechnik wird auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge vorgestellt (Halle 13, Stand C37)

(ID:44255763)