Fahrbericht Lexus RX kommt in drei Hybrid-Versionen

Quelle: sp-x

Anfang 2023 bringt der Importeur in Deutschland den neuen RX auf den Markt. Die fünfte Generation des Luxus-SUVs tritt nur noch mit E-Unterstützung an. Der Topmotorisierung macht ein Turbobenziner Beine.

Der Lexus RX kommt Anfang 2023 auf den deutschen Markt.
Der Lexus RX kommt Anfang 2023 auf den deutschen Markt.
(Bild: Lexus)

Seit über zwei Jahrzehnten ist das SUV-Modell RX für Lexus eine feste Größe und im Hinblick auf die Verkaufszahlen in Europa sogar die wichtigste Säule im Programm. Anfang 2023 geht die fünfte Generation mit neuer Architektur und vielen Innovationen auch in Deutschland an den Start. Spannendste Neuheit ist der „500h“ – der erste Lexus-Vollhybrid mit Turbobenziner.

Wie die 2021 eingeführte Neuauflage des kleineren NX basiert der neue RX auf Toyotas GA-K-Plattform. Die Basis-Architektur haben die Japaner auf das Format des großen RX angepasst, der mit 4,89 Metern gleich lang wie sein Vorgänger ist.

Deutlich geändert haben sich hingegen die Proportionen. So ist der Radstand um 6 Zentimeter auf 2,85 Meter gewachsen, weshalb die Karosserieüberhänge vorne und hinten entsprechend kürzer ausfallen. Der Fahrzeugschwerpunkt wurde leicht gesenkt, die Spur um 1,5 Zentimeter vorne sowie fast 5 Zentimeter hinten verbreitert.

Mit 14-Zoll-Widescreen und Sprach-Assistent

Zudem umhüllt den RX eine elegantere und dynamischer gezeichnete Blechhaut. Auffällig anders sind die nun runden statt bisher eckigen Radhäuser sowie ein weiterentwickelter Diabolo-Kühlergrill. Statt sich durch eine markante Rahmung abzuheben, wurde die mächtige Luftöffnung nun fast übergangslos in die Frontschürze integriert.

Selbstbewusst dreinschauende Scheinwerfereinheiten mit markantem LED-Tagfahrlicht sowie ein sich über die gesamte Breite des Hecks erstreckender Rückleuchten-Komplex machen den RX zu einem Auto, das sogar auf unserer Testfahrt in Kalifornien auffällt.

Das geräumige SUV empfängt seine Gäste mit gediegener Premium-Einrichtung, einem geschmackvollen Mix aus haptisch angenehmen Oberflächen und wertigen Materialien. Die gute Geräuschdämmung innen und ein komfortabel abgestimmtes Fahrwerk betonen den behaglichen Kokon-Effekt.

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Imposant ist der 14-Zoll-Widescreen des Infotainmentsystems mit edel wirkender Glasoberfläche, hochauflösender Grafik und schnellen Reaktionszeiten. Neben einem leistungsstarken Rechenhirn bietet die Multimedia-Technik außerdem die Konnektivitätshelfer Apple Carplay und Android Auto.

Selbstverständlich beherrscht die Bordelektronik Over-the-Air-Updates, außerdem stehen der Sprach-Assistent „Hey Lexus“ und die Smartphone-App „Lexus Link“ zur Verfügung. Letztere erlaubt es dem Nutzer, das Fahrzeug per Handy zu ver- und entriegeln oder dessen Standort zu ermitteln.

Lexus RX kommt in drei Antriebsvarianten

Bei den drei für Europa vorgesehenen Antriebsvarianten des RX – 350h, 450h+ sowie 500h – handelt es sich um unterschiedlich stark elektrifizierte Benziner. Einstiegsmotorisierung in Deutschland wird der 350h, der einen 2,5-Liter-Benziner mit 2 E-Motoren kombiniert, die gemeinsam 184 kW/250 PS bereitstellen. In knapp unter 8 Sekunden gelingt damit der Sprint auf Tempo 100, maximal sind 200 km/h möglich.

Insgesamt erzieht der eigentlich kräftige Hybrid im Zusammenspiel mit dem CVT-Getriebe zu einer eher gelassenen und bei moderatem Tempo häufiger sogar lautlosen, weil rein elektrischen, Gangart. Das System versorgt sich per Rekuperation stets mit selbsterzeugtem Strom, der dann beim Beschleunigen hilft, den Spritkonsum zu senken. Wer es darauf anlegt, wird mit einem Wert um 6 Liter auf 100 Kilometer auskommen, was für ein rund 2-Tonnen-schweres SUV mit Automatik und Allradantrieb durchaus bescheiden ist.

Spritziger und in Hinblick auf den Spritverbrauch zugleich sparsamer ist man mit dem 450h+ unterwegs. Auch hier sorgen zwei E-Motoren mit einem sogar leicht schwächeren Benziner als im 350h für Vortrieb. Allerdings stellt das Trio mit 227 kW/309 PS eine deutlich höhere Systemleistung zur Verfügung, was sich auch an einem spürbar besseren Durchzug zeigt. Der dank großer Traktionsbatterie 2,2-Tonnen-schwere Plug-in-Hybrid knackt nach bereits 6,5 Sekunden die 100er-Marke.

Bis zu 130 km/h mit E-Antrieb

Wie beim 350h werden die Kräfte der Frontantriebseinheit per CVT-Getriebe verwaltet, das für einen sehr moderaten doch weiterhin spürbaren Gummibandeffekt sorgt. Neben dem E-Motor an der Frontachse mit 134 kW/182 PS hilft noch eine kleinere Maschine mit 40 kW/54 PS an der Hinterachse beim auf Wunsch auch zügigen Null-Emissions-Fahren.

Bis zu 130 km/h sind rein elektrisch drin, die 18-kWh-Batterie erlaubt theoretisch bis zu 65 Kilometer E-Reichweite. Der Benzinverbrauch kann hier abhängig vom elektrischen Fahranteil stark variieren. Laut WLTP-Angabe sind es 1,1 Liter, praktisch können auch 3,0 oder 6,5 Liter sein.

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