E-Auto-Rückrufe LG zahlt Milliardenentschädigung an GM

Autor / Redakteur: dpa / Nick Luhmann

Ende vergangenen Jahres hatte General Motors über ein Rauch-, Schmelze- und Verbrennungs-Risiko am Batterie-Pack des Chevy Bolt informieren müssen. Die Autos in Kundenhand bekamen zunächst ein Software-Update – mittlerweile müssen doch alle betroffenen Batterien getauscht werden.

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Die Bolt-Fertigung im GM-Werk in Orion ist derzeit ausgesetzt.
Die Bolt-Fertigung im GM-Werk in Orion ist derzeit ausgesetzt.
(Bild: Hersteller)

Der US-Autobauer General Motors (GM) hat sich mit dem koreanischen Elektronikkonzern LG wegen Problemen bei dessen gelieferten Batterien auf eine Milliardenentschädigung geeinigt. LG komme damit für Kosten rund um den Rückruf brandgefährdeter Elektroautos vom Typ Chevrolet Bolt EV und dessen SUV-Version wegen Herstellungsfehlern auf, hieß es von GM am Dienstag in Warren bei Detroit. Im dritten Quartal werde GM einen Sonderertrag von 1,9 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro) ausweisen.

Dieser mache die rund 2 Milliarden Dollar an Aufwendungen für die Rückrufe nahezu wett. GM-Aktien legten vorbörslich rund ein Prozent zu.

Erst im August hatte GM mitgeteilt, dass das Debakel um die Feuergefahr bei den E-Autos den Autobauer weiteres Geld kosten werde und nun alle Bolt-EV-Einheiten zurückgerufen werden müssten – auch die neuesten Jahrgänge. Dabei geht es um insgesamt rund 142.000 Fahrzeuge.

Der Großteil der betroffenen Einheiten wurde in den USA verkauft, der Rest in Kanada. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hatte Besitzer wiederholt gewarnt, die Autos wegen des Risikos von Batteriebränden nicht in Garagen oder in der Nähe von Häusern abzustellen.

Der erste Rückruf wegen des Problems stammte aus dem November 2020.

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