Grüner Wasserstoff Lhyfe und Schaeffler errichten Elektrolyseanlage in Herzogenaurach

Von Thomas Günnel

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Grüner Wasserstoff für die eigene Produktion und regionale Abnehmer: Der Zulieferer Schaeffler errichtet dafür eine Elektrolyseanlage auf seinem Werksgelände in Herzogenaurach.

Bipolarplatten sind der Kern von Elektrolyseuren. Zu Stacks geschichtet ermöglichen sie die Reaktion von Wasser und elektrischem Strom zu Sauerstoff und Wasserstoff. In der Brennstoffzelle findet die Umkehrreaktion statt.
Bipolarplatten sind der Kern von Elektrolyseuren. Zu Stacks geschichtet ermöglichen sie die Reaktion von Wasser und elektrischem Strom zu Sauerstoff und Wasserstoff. In der Brennstoffzelle findet die Umkehrreaktion statt.
(Bild: Schaeffler)

Lhyfe und Schaeffler wollen gemeinsam eine Elektrolyseanlage im fränkischen Herzogenaurach auf dem Werksgelände von Schaeffler errichten und betreiben. Die Anlage soll eine Kapazität von bis zu 15 Megawatt haben. Die Zusammenarbeit sieht eine verpflichtende Abnahme des grünen Wasserstoffs durch Schaeffler vor; aber nicht ausschließlich: Weitere Unternehmen in der Region sollen ebenfalls versorgt werden.

Konkret sollen ab dem Jahr 2025 täglich rund 3,7 Tonnen grüner Wasserstoff verfügbar sein: für Schaeffler und regionale Abnehmer; zum Beispiel Kommunen und Wasserstofftankstellen. Die bei der Elektrolyse entstehende Abwärme wollen die Partner in industrielle Prozesse im Schaeffler-Werk einspeisen.

Langfristige Versorgung mit grünem Wasserstoff

Schaeffler will ab dem Jahr 2030 wie andere Unternehmen auch klimaneutral produzieren. Mit Lhyfe könne der Zulieferer seinen Bedarf an grünem Wasserstoff im Werk in Herzogenaurach langfristig abdecken, kommentierte Produktionsvorstand Andreas Schick.

Lhyfe ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von grünem Wasserstoff. Das Unternehmen wurde 2017 im französischen Nantes gegründet. Schaeffler bringt in die Zusammenarbeit seine eigenen Elektrolyse-Stacks ein.

Grüner Strom aus Photovoltaik

Zusätzlich hatte Schaeffler Mitte Dezember mitgeteilt, auf dem Werksgelände in Herzogenaurach eine Photovoltaik-Anlage zu errichten; für den Eigenbedarf. Auf einer Fläche von 1.850 Quadratmetern verbaut das Unternehmen seit Mitte Dezember 938 Photovoltaik-Module: mit jeweils 400 Watt Peak und einer Gesamtleistung von 375 Kilowatt.

„Auf ein Jahr hochgerechnet können damit etwa 341.000 kWh Strom produziert werden“, beschrieb ein Sprecher des Zulieferers, und ergänzte: „Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus verbraucht im Durchschnitt ohne Warmwasser rund 3.000 kWh.“ Die Ersparnis an CO2 liege bei 143,2 Tonnen.

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