Suchen

Alternative Kraftstoffe Mazda forscht an Mikroalgen-Biokraftstoff

Redakteur: Jens Scheiner

Mazda beteiligt sich an der Entwicklung eines flüssigen Biokraftstoffs aus Mikroalgen. Ziel ist die Reduzierung der CO2-Emission um 90 Prozent bis 2050.

Firmen zum Thema

Mazda, die Hiroshima University und das Tokyo Institute of Technology erforschen Kraftstoff aus Mikroalgen.
Mazda, die Hiroshima University und das Tokyo Institute of Technology erforschen Kraftstoff aus Mikroalgen.
(Bild: Mazda)

Mazda hat gemeinsam mit der Hiroshima University und dem Tokyo Institute of Technology im Juli 2016 ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, welches sich mit der Entwicklung eines flüssigen Biokraftstoffs aus Mikroalgen beschäftigt. Mazda will eigenen Angaben zufolge im Vergleich zum Stand von 2010 die CO2-Emissionen des Unternehmens bis 2030 um 50 Prozent und bis 2050 sogar um 90 Prozent reduzieren.

In Deutschland arbeitet beispielsweise die Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle (DGMK) an Rohölersatzprodukten aus Mikroalgen. Durch hydrierende Verfahren könnte man daraus Kraftstoffe gewinnen. Vor gut einem Jahr rechnete die DGMK mit einem Kraftstoffpreis von unter zwei Euro je Liter.

Da der Algen-Biokraftstoff bei der Verbrennung nur so viel CO2 freisetzt, wie zuvor durch das Wachstum der Algen durch Photosynthese der Atmosphäre entzogen wurde, hält der Mazda diesen Ansatz für entscheidend, um eine CO2-Neutralität von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu erreichen.

Zahlreiche Vorteile

Der Mikroalgen-Biokraftstoff hat eigenen Angaben zufolge einen niedrigen Flammpunkt und er entsteht aus einer Biomasse, die nicht in Konkurrenz zu pflanzlichen Lebensmitteln auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden muss. Der Ertrag aus Mikroalgen ist zudem um ein Vielfaches größer als bei Kraftstoffen aus anderer Biomasse. Darüber hinaus sei der Bioalgenkraftstoff biologisch abbaubar und umweltschonend, wenn er versehentlich in die Umwelt gelangt.

Die Verbesserung der Produktivität und die Senkung der Kosten sind für die breite Verfügbarkeit von Algen-Biokraftstoffen von grundlegender Bedeutung. Daher engagiert sich Mazda durch forschungsbeschleunigende technische Unterstützung für ein Projekt an der Hiroshima University, das sich mit der Genomaufbereitung der Mikroalgen befasst und für ein weiteres Projekt der Pflanzenphysiologie des Tokyo Institute of Technology.

(ID:46501254)