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McLaren 600LT: Leichter, schneller und formschön

| Autor / Redakteur: ampnet/deg / Jens Scheiner

McLaren präsentiert auf dem Goodwood Festival of Speed mit dem 600LT sein viertes Longtail-Modell.
McLaren präsentiert auf dem Goodwood Festival of Speed mit dem 600LT sein viertes Longtail-Modell. (Bild: McLaren)

Der McLaren 600LT ist das vierte Longtail-Modell des britischen Sportwagenherstellers. Es ist nicht nur 100 Kilogramm leichter als das 570S-Coupé, sondern hat auch noch 30 PS mehr Power.

Der neue McLaren 600LT gibt sein Debüt beim Goodwood Festival of Speed (12.-15.07.2018). Mit dieser Nachricht in letzter Minute erhöht McLaren nochmal die Spannung auf das als schnellste und extremste straßenzugelassene McLaren-Sportserienmodell. Der Leichtbau-Supersportwagen sprintet in 2,9 Sekunden auf Tempo 100 Kilometer pro Stunde und erreicht die 200 km/h-Marke in 8,2 Sekunden. Mit 1.247 Kilogramm Gewicht unterbietet er das 570S-Coupé um 100 Kilogramm.

Der Mittelmotor-Supersportwagen, der auf einem Carbon-Monocoque aufbaut soll laut McLaren der neue Maßstab für den privaten Motorsport sein. Eine gewagte Behauptung in dem umkämpften Marktfeld – aber nicht unrealistisch. Die Leistung von 600 PS und einem Drehmoment von 620 Newtonmetern aus einem 3,8-Liter-Twin-Turbo-Motor lässt in Verbindung mit dem geringen Gewicht jedenfalls Katapultstarts vermuten. Dabei soll der 600LT viel mehr sein als das – auch wenn 328 km/h Höchstgeschwindigkeit zur nächtlichen Autobahnfahrt einladen.

100 Kilogramm leichter als das 570S-Coupé

Mit Double-Wishbone-Aufhängungen aus der McLaren-Super-Series und versteiften Stabilisatoren peilt McLaren ein noch besseres Handling und höhere Kurvengeschwindigkeiten an. Die um acht Millimeter reduzierte Dachhöhe und die auf Wunsch bestellbare Erweiterung des aus Karbonfaser hergestellten Bodykits ermöglicht bis zu 100 Kilogramm Anpressdruck bei einem Tempo von 250 km/h. Das mit „ultraleicht“ angepriesene Handling soll auch durch neue Schmiedefelgen unterstützt werden, deren Gewicht noch einmal reduziert wurde.

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Die 100 Kilogramm, die der 600LT gegenüber dem 570S-Coupé wettmacht sind allerdings einem viel umfangreicheren Diätprogramm geschuldet. Das Monocell-II-Chassis ist 25 Prozent steifer als ein vergleichbares Aluminium-Monocoque und wiegt viel weniger. Im Innenraum wird auf jeglichen Schnickschnack verzichtet. Selbst die Teppiche fanden ihren Weg nach draußen, um eine Gewichtsersparnis von 5,7 Kilogramm zu ermöglichen.

Das Bremssystem aus der McLaren-Super-Series spart noch einmal vier Kilogramm. Die Bremswirkung von Tempo 200 km/h auf Null steht dem Hypercar McLaren P1 mit 117 Metern nur in einem Meter nach. Den Kontakt zur Straße stellen dabei übrigens zusammen mit Technologie-Partner McLaren entwickelte P Zero Trofeo R her. Die straßenzugelassenen Semislicks sollen durch eine weicher gestaltete Seitenstruktur für optimale Gripverteilung an der Hinterachse und mehr Ruhe bei unwegsameren Passagen sorgen. Dabei ist die Konstruktion des Reifens immernoch steifer als bei vergleichbaren Serien.

Teure Zusatz-Pakete

Das für 24.170 britische Pfund circa 27.300 Euro erhältliche MSO-Clubsport-Paket korrigiert das Gewicht übrigens noch weiter nach unten. Das Paket umfasst einen umfangreichen Ersatz von Funktionsteilen im Innenraum durch Teile aus Carbon. Die Schaltwippen, die Speichen, das Display und die Knöpfe des Lenkrads sind dann komplett aus Kohlefaser. Das Dach und sichtbare Einbauteile sind ebenfalls aus dem Leichtbau-Material. Die Räder erhalten Bolzen aus Titan.

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Die Käufer, die die obere straßenzugelassene Grenze vor der GT-Klasse suchen, können mit dem MSO Clubsport Pro Paket (ca. 32.200 Euro) zusätzlich noch eine Gurtstrebe und Sechs-Punkt-Gurte in schwarz, blau, rot oder orange mitbestellen. Als Einzeloption stehen außerdem Kohlefaser-Rennschalen (ca. 5.600 Euro) zur Verfügung.

Der Basispreis des McLaren beträgt in Großbritannien 185.500 britische Pfund (knapp 210.000 Euro). Die Produktion des 600LT startet im Oktober 2018 und läuft für zwölf Monate. Der 600LT ist streng limitiert. Auf wie viele Einheiten sagt McLaren nicht. Immerhin machen sie dem Kunden ja schon einmal das Auto leicht. Beim Kauf fehlt noch Übung.

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