Fahrdynamikregelung Mehr Fahrspaß mit neuer Messtechnik

Autor / Redakteur: Hartmut Hammer / Lena Straßberger

Den Reibwert der Straße bestimmen, den Bremsweg verkürzen, besser Beschleunigen und mehr Reichweite bei Elektrofahrzeugen: die Technik dafür könnte in kurzer Zeit verfügbar sein.

Ein Lasersensor misst den Versatz zwischen zwei parallelen, konzentrischen Geberflächen.
Ein Lasersensor misst den Versatz zwischen zwei parallelen, konzentrischen Geberflächen.
(Bild: Sensatorq)

Christian Schotte und Jan Diesbach nehmen jeglicher Assoziation einer „Vom Tellerwäscher-zum-Millionär“-Story gleich den Wind aus den Segeln. „Wir sind kein klassisches Start-up, da wir beide fest im Erwerbsleben stehen.“ Bei Diskussionen ist den beiden automobilaffinen Freunden aufgefallen, dass sich seit der Einführung des ABS vor gut 40 Jahren die Fahrdynamikregelung Messwerten von Raddrehzahlen, Bremsdruck, Lenkwinkel sowie Gierraten-, Quer- und Längsbeschleunigung bedient. Trotz enormer Rechenarbeit entsteht daraus nur ein Näherungswert für den Radschlupf. Moderne Radregelsysteme erzielen mit der Führungsgröße „Radschlupf“ Beschleunigungs- und Verzögerungswerte von etwa 1,4 g (13,73 m/s²).

Präzise und einfach erfasst

Inzwischen gibt es Konzepte für Elektrofahrzeuge, bei der die maximale Stromstärke – als präzises Äquivalent der am Rad anliegenden Kraft – als Berechnungsgröße für die Traktionskontrolle genutzt wird. „Wir haben mit der Sensatorq-Technik ebenfalls ein Messprinzip entwickelt, das die Radkraft misst“, sagen Diesbach und Schotte. Die beiden Tüftler benötigen dafür nur leicht modifizierte Felgen, zwei Lasersensoren pro Rad und Software.

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