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Elektromobilität

Milliardenauftrag: BMW bezieht Batteriezellen von CATL

| Autor: Svenja Gelowicz

Der chinesische Batterie-Konzern CATL bestätigt die Gerüchte und entscheidet sich für einen Produktionsstandort in Thüringen. Der erste Milliardenauftrag kommt von BMW. Das hat Harald Krüger in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ verkündet.

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BMW-Chef Harald Krüger ist ein Verfechter der Elektromobilität – und beauftragt CATL mit der Produktion von Batteriezellen.
BMW-Chef Harald Krüger ist ein Verfechter der Elektromobilität – und beauftragt CATL mit der Produktion von Batteriezellen.
(Bild: BMW)

In Erfurt wird erstmals an einem deutschen Standort eine Batteriezellfertigung errichtet – durch den chinesischen Konzern CATL. „China hat einen Vertragsabschluss anlässlich der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen Anfang Juli angemeldet“, zitiert der „Tagesspiegel“ aus Berliner Regierungskreisen. Die Chinesen bekommen demnach die „üblichen Fördermittel und den Zugang zu deutscher Forschungsinfrastruktur“.

Die Bundesregierung plant für eine halbe Milliarde Euro den Aufbau einer Forschungsfabrik für Batteriezellen. Einen dreistelligen Millionenbetrag soll CATL Spekulationen zufolge investieren, im Endausbau könnte das Gesamtvolumen auf bis zu eine Milliarde Euro wachsen.

BMWs „iNeXT“ bekommt Zellen von CATL

In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ verkündet derweil BMW-Chef Harald Krüger, gerade einen „Milliardenauftrag“ an CATL vergeben zu haben. „Der 'iNeXT' bekommt Batteriezellen aus diesem Werk. Dabei handelt es sich um Zellen der fünften Generation, die wir gemeinsam entwickelt haben“, sagt Krüger. Um 40 Prozent sei der Bereich E-Fahrzeuge in den ersten Monaten dieses Jahres gewachsen. „Ende nächsten Jahres möchte ich kumuliert eine halbe Million E-Fahrzeuge auf der Straße haben. Die genaue Zahl für 2019 lege ich fest, wenn ich die Zusagen der Lieferanten habe“, sagt Krüger weiter – und nennt seine Ziele „ehrgeizig“.

Mit Samsung will BMW trotzdem weiter „gut zusammenarbeiten“. Krüger sagt, BMW brauche mehrere Lieferanten für die geplanten 25 elektrifizierten Modelle bis zum Jahr 2025.

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 Svenja Gelowicz

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Autojournalistin