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Fahrbericht Mini Cooper SD Countryman: SUV mit Herz

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der größte Mini-Vertreter tritt mit Dieselmotor und Allradantrieb auf und tritt auf dem Markt gegen den Nissan Juke oder den Jeep Renegade an. Ob der kleine SUV in die legendären Fußstapfen der kleineren Brüder treten kann, haben wir in einem ausführlichen Test untersucht.

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Der Mini Cooper SD Countryman begeistert mit traditionellen Stilelementen, muss aber beim Antrieb mit Kompromissen leben.
Der Mini Cooper SD Countryman begeistert mit traditionellen Stilelementen, muss aber beim Antrieb mit Kompromissen leben.
(Foto: BMW)

Ein Mini mit Allradantrieb und in der Größe eines Golfs – geht das? Ja das geht, dachten sich die Mini-Macher und stellten im Jahr 2010 die erste Version des SUVs der britischen BMW-Tochter vor. 2014 modernisiert, erfreut sich der größte Spross der Mini-Familie auch heute noch ungebrochener Beliebtheit. Gute Gelegenheit also dem Fahrzeug unter die Haube zu blicken und zur Testfahrt zu bitten.

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Proportionen überraschen

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass Mini beim Countryman geschickt wichtige Stilelemente der Marke verbaut hat. Kugelige Scheinwerfer, runde Radläufe und Außenspiegel; kleine Scheiben und ein prägnantes Mini-Logo am Heck komplettieren den ersten Auftritt und nicht zuletzt das angepeilte Kindchen-Schema, das bei den kleinen Brüdern ja auch funktioniert. Doch trotz aller bekannten Stilmerkmale kann der Mini Countryman nicht verhehlen, dass er deutlich größer und sogar etwas unproportional daherkommt. Das Maxi im Mini wirkt etwas zu sehr aufgeblasen. Beim Licht hat der kleine Brite ebenfalls deutlich zugelegt: Unser Testwagen verfügt über Xenon-Scheinwerfer mit adaptiven Kurvenlicht und LED-Nebelscheinwerfer einschließlich LED-Tagfahr- und Positionslicht.

Bekannte Mini-Welt im Innenraum

Im Innenraum steigen wir aber wieder in die bekannte Mini-Welt ein. Der traditionelle Rundtacho dominiert die Mittelkonsole. In ihm ist auch das Infotainmentsystem namens MINI Connected mit Radio, Navigationssystem, Apps für das Smartphone zur Integration ins Fahrzeug, die Menüeinstellungen zum Fahrverhalten und viel mehr enthalten. Bedient wird das Infotainmentsystem über einen runden kleinen Drehsteller und zwei Menütasten.

Das System ist einfach und intuitiv bedienbar, verlangt aber etwas Geduld, da alle Buchstaben zu Orts- und Straßennamen bei der Navigation über diesen einen Drehsteller nacheinander ausgesucht werden müssen. Das Lederlenkrad liegt gut in der Hand und verfügt über gut erreichbare Lenkradtasten für Radio, Freisprechanlage und Tempomat.

Wir suchen den Schalter für den Spurhalteassistent und werden nicht fündig! Obwohl der in vielen Fahrzeugen schon zum guten Ton gehört, verzichtet unser Testwagen auf das Assistenzsystem – was wir aber auch nicht wirklich vermissen. Immerhin ist der Mini im Herzen eine Fahrmaschine, dem man den Spurwechsel bereits in die Wiege legte. Der Tachometer im großen mittleren Rundinstrument dagegen ist nett anzuschauen, doch weniger vom Fahrer, als von den weiteren Passagieren. Im Ernst, wer hier die Geschwindigkeit im Auge behalten will, sollte besser auf die Digitalanzeige im Instrumententräger zurückgreifen.

Handbremse wie im Flugzeug

Die weiteren Taster in der Mittelkonsole sind für die Klimabedienung, Sitzheizung, ESP und Start/Stopp-System, Sportschalter, Nebelscheinwerfer und den automatischen Schliessmechanismus. Praktisch sind zwei Ablagen für Getränkeflaschen, USB- und Stromanschluss für das Smartphone und die wohl coolste Form eines Handbremshebels überhaupt. Dieser ist wie ein Schubhebel eines Flugzeugs gestaltet und macht das profane Bedienen der Handbremse zum kleinen täglichen Erlebnis.

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