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Beru Neue Glühkerze mit Drucksensor

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Die mit PSG (Pressure Sensor Glow Plug)-Technologie arbeitende neue Kerze von Beru soll so schnell wie möglich zur Serienreife gebracht werden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Beru hat eine neue Drucksensorglühkerze zum Starten von Dieselmotoren entwickelt. Die mit PSG (Pressure Sensor Glow Plug)-Technologie arbeitende Kerze soll so schnell wie möglich zur Serienreife gebracht werden. Einen ersten Auftrag eines europäischen Automobilherstellers hat Beru nach eigenen Angaben bereits in der Tasche.

Nach dem Kaltstart des Dieselmotors trage die neue Drucksensorglühkerze bei betriebswarmem Motor ausschlaggebend zur Emissionsreduktion bei, so der Lugwigsburger Automobilzulieferer. Ziel sei es, teure Abgasnachbehandlungsverfahren so weit wie möglich überflüssig zu machen. In Zusammenarbeit mit Texas Instruments setzte Beru die Integration eines piezoresistiven Drucksensors in die Glühkerze um.

Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung stellte angesichts der extrem hohen Temperaturen, Vibrationen und der Druckverhältnisse im Zylinderkopf der mechanische Aufbau der Glühkerze dar. Der Heizstab ist nicht wie bisher üblich im Glühkerzenkörper verpresst, sondern als bewegliches Teil elastisch gelagert und überträgt den Druck auf die Membrane.

Dadurch befindet sich der eigentliche Drucksensor fern vom Brennraum in einem Bereich deutlich günstigerer Umgebungsbedingungen. Die thermische Belastung bleibt beherrschbar, da ein Heizstab des Beru-Sofortstartsystems ISS verwendet wird, der nur in der Spitze glüht.